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Marc Faber: "Aktienkurse werden fallen"

Andreas Deutsch

Der Bär ist zurück. Nach Meinung von Dauer-Skeptiker Marc Faber gibt es derzeit zu viele Optimisten im Markt. "Wir werden eine Korrektur sehen", so der Schweizer Vermögensverwalter in einem Interview. Vor allem in den Schwellenländern sieht Faber Risiken.

Faber erwartet eine Korrektur beim S&P 500 von knapp zehn Prozent. Dies sagte er in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg. "Die Aktien in den Emerging Markets werden noch stärker korrigieren", so der Stratege. Bei letzteren hält Faber einen Einbruch um bis zu 30 Prozent für möglich. Der MSCI Emerging Markets Index hat seit seinem Tief im März 2009 134 Prozent zugelegt, während der S&P 500 in diesem Zeitraum 91 Prozent gewonnen hat.

"Aktien werden bald billiger sein"

"Ich muss zugeben, die aktuelle Anlagewelt bereitet mir Sorgen", schreibt Faber in seinem Börsenbrief Gloom, Boom & Doom Report. "Die Anlagekurse gehen hoch, aber nicht wegen nachhaltiger und fundamentaler wirtschaftlicher Entwicklungen, sondern wegen ganz und gar nicht nachhaltiger Haushaltsdefizite und einer Politik des lockeren Geldes überall auf der Welt."

Faber glaubt, dass die Anleger "im Lauf der kommenden etwa sechs Monate Aktien und Rohstoffe billiger kaufen können als heute". Dann sollten Öl und Erdgas im Fokus der Anleger stehen. „Der Energiesektor ist eine interessante Branche", sagt Faber. Wenn die Weltwirtschaft sich ausdehne, werde die Nachfrage nach Öl weiter steigen.

"Wenn andererseits die Weltwirtschaft zusammenbricht, werden an den Geldpressen Überstunden gefahren und es wird Krieg geben. Beide Szenarien sprechen für ein Ansteigen der Energiepreise." Faber gefallen daher Ölaktien, zum Beispiel Suncor.

Der Crashprophet

Marc Faber lebt seit 1973 in Hongkong. Der Börsenprofi ist bislang nur von wenigen Krisen überrascht worden. Er sagte die Japan-Baisse, den Börsencrash von 1987, die Asienkrise und das Platzen der Technologieblase 2000 voraus. Allerdings hat Faber wegen seiner oft sehr großen Skepsis auch den einen oder anderen Bullenmarkt verpasst.

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