Das Biotech-Unternehmen hat für das dritte Quartal hervorragende Zahlen vorgelegt. Auch im letzten Jahresviertel wollen die Hamburger die Erfolgsgeschichte fortschreiben. Das sollte auch den Aktienkurs beflügeln.
Evotec hat im dritten Quartal den Umsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode um 33 Prozent auf 13,9 Millionen Euro gesteigert. Das operative Ergebnis lag mit 0,7 Millionen Euro ebenfalls deutlich über dem Vorjahresresultat. Im dritten Quartal 2009 hatten die Hamburger noch einen Verlust in Höhe von 3,8 Millionen Euro eingefahren. Evotec übertraf damit die Prognosen der vom Finanzdienstleister Bloomberg befragten Analysten, die im Durchschnitt mit einem Umsatz von 13,5 Millionen Euro und einem leichten operativen Verlust gerechnet hatten.
Prognose steht
Für das Gesamtjahr bestätigte Evotec seine bisherige Prognose. Der zufolge soll der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 20 Prozent auf 52 bis 54 Millionen Euro wachsen. Dafür spricht laut Unternehmen auch die starke Auftragslage. Bis Oktober verbuchten die Hamburger bereits Aufträge in Höhe von 51 Millionen Euro, was ein Plus von 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Die liquiden Mittel sollen am Jahresende bei 64 Millionen Euro liegen.
Noch Potenzial
Das Prinzip „ein Österreicher an der Waterkant" geht bei Evotec voll auf. Ex-Intercell-Chef Werner Lanthaler hat bei den Hamburgern das Ruder herumgerissen. Durch die Umstrukturierungen konnten die Kosten deutlich gesenkt werden, trotz Akquisitionen steuert Evotec auf die Gewinnzone zu, die spätestens 2010 nachhaltig erreicht werden soll. Mit der Unterstützung der guten Zahlen im Rücken sollte der Aktienkurs nun Fahrt in Richtung Jahreshoch bei 2,62 Euro aufnehmen. Sollte dieser Widerstand überwunden werden, wäre der Weg für deutlich höhere Notierungen frei. DER AKTIONÄR bestätigt sein Kursziel von 3,00 Euro.
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