Evotec nach Zahlen: Prognose bestätigt
Das Hamburger Biotech-Unternehmen hat im ersten Halbjahr bei Umsatz und Gewinn kräftig zulegen können. Vorstandschef Dr. Werner Lanthaler zieht seinen Aktionsplan 2016 konsequent durch. Die im TecDAX notierte Aktie bleibt hochinteressant.
Evotec hat im ersten Halbjahr Umsatz und Gewinn gesteigert. Wie das Biotech-Unternehmen heute mitteilte, legten die Erlöse um 26 Prozent auf 42 Millionen Euro zu. Der Nettogewinn kletterte sogar von 794.000 Euro im Jahr 2011 auf jetzt 1,68 Millionen Euro. 53,4 Millionen Euro schlummern in der Kasse der Hamburger, wobei Meilensteinzahlungen der Partner Andromeda/Teva (3,9 Millionen Euro) und Janssen Pharmaceuticals (acht Millionen Dollar in dieser Rechnung noch gar nicht enthalten sind.
Prognose bestätigt
Wachstumstreiber war einmal mehr das Allianzgeschäft mit Big Pharma. Beispielsweise erhielt Evotec vom langjährigen Partner Boehringer Ingelheim eine Meilensteinzahlung von vier Millionen Euro. Vorstandsvorsitzender Dr. Werner Lanthaler sieht sich auf Kurs, die Prognose für das Gesamtjahr zu erreichen. So soll der Umsatz auf 88 bis 90 Millionen Euro zulegen und der operative Gewinn höher ausfallen als noch im Jahr 2011 (5,2 Millionen Euro). Im ersten Quartal 2012 hatte Evotec einen geringen Verlust ausgewiesen.
Aktionsplan 2016 intakt
Langfristig hat Lanthaler noch höhere Ziele. Bis zum Jahr 2016 will er den Umsatz verdoppeln bei einer Marge von 15 Prozent. Zu diesem Zeitpunkt könnte auch bereits das erste gemeinsam mit einem Partner entwickelte Medikament, ein Mittel zur einfacheren Behandlung von Diabetes-Typ-1-Patienten, zugelassen worden sein.

Überzeugende Langfrist-Perspektive
Die Halbjahreszahlen zeigen einmal mehr, dass Evotec auf einem guten Weg ist. Anleger sollten bei dem Titel aber nicht von Quartal zu Quartal, sondern auf Sicht von fünf bis zehn Jahren investieren. Sollte nur ein Medikament in der Pipeline erfolgreich auf den Markt kommen, steht das Unternehmen finanziell vor einem Quantensprung. DER AKTIONÄR bleibt daher einmal mehr bei seiner Einschätzung, dass die Evotec-Aktie neben dem Morphosys-Papier ein absolutes Basisinvestment im deutschen Biotech-Sektor darstellt.
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