Evotec: Starkes Umsatzwachstum
Das Hamburger Biotech-Unternehmen setzt den fundamentalen Aufwärtstrend der letzten Jahre auch im ersten Quartal 2012 fort. Einen Wermutstropfen gibt es aber auch: einen kleinen Verlust beim Ergebnis. Der hat aber auch seinen Grund.
Evotec erzielte in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres ein Umsatzplus von 33 Prozent auf 20,1 Millionen Euro. Dieses Wachstum ist unter anderem auf einen Meilenstein aus der Entwicklungspartnerschaft mit Andromeda/Teva (3,9 Millionen Euro) und auf Beiträge aus Akquisitionen von Evotec München und Evotec San Francisco (2,9 Millionen Euro) zurückzuführen.
Höhere Herstellungskosten und höhere operative Aufwendungen führten zu einem Verlust von 1,3 Millionen Euro verglichen mit 0,8 Millionen Euro im ersten Quartal 2011. Dies ist aber keine Überraschung. Denn im Zuge des neuen Aktionsplans 2016 will Evotec weiter erheblich investieren. So sollen in den Ausbau von Kapazitäten zehn Millionen Euro fließen und damit ein signifikanter Anteil des aus dem operativen Geschäft erzielten Geldes reinvestiert werden. Zum anderen wird Evotec erneut rund zehn Millionen Euro in die Forschung und Entwicklung stecken.
Neue Allianzen
Die Strategie, mit Partnern eng zusammenarbeiten, wurde im ersten Quartal durch neue Verträge einmal mehr untermauert. So wurde mit IR Pharma eine Kooperation im Bereich Atemwegserkrankungen geschlossen. Auch mit Harvard intensivierte Evotec die Zusammenarbeit und weitete diese auf den Bereich Nierenerkrankungen aus.
Prognose bestätigt
Trotz des Verlustes im ersten Quartal sieht sich Unternehmenschef Dr. Werner Lanthaler auf einem guten Weg, die Jahresziele zu erreichen. Er plant mit Evotec einen Umsatz zwischen 88 und 90 Millionen Euro zu erwirtschaften und das operative Ergebnis gegenüber 2011 weiter zu verbessern. Im vergangenen Jahr meldete Evotec einen operativen Gewinn von 5,2 Millionen Euro.

Biotech-Basis-Investment
Die Zahlen zeigen einmal mehr, dass die Wachstumsstory rund um Evotec intakt ist. Die hohen Investitionen sind Basis für das Erreichen der Langfrist-Ziele des Aktionsplans 2016. Anleger sollten bei Evotec daher nicht von Quartal zu Quartal, sondern eher von Jahr zu Jahr blicken. Die Aktie bleibt ein langfristiges Basisinvestment im deutschen Biotech-Sektor. Das 12-Monats-Kursziel für den TecDAX-Titel liegt bei 3,50 Euro.
Leserkommentare
Die Kommentarfunktion wird moderiert. Die Moderation liegt alleine bei der Börsenmedien AG. Kritische Diskussionen sind erwünscht, persönliche Beleidigungen hingegen werden entfernt.
Disqus ist ein Online-Dienst und wird von der Big Head Labs, Inc. aus San Francisco in den USA zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden sind in den Börsenmedien-Datenschutzbestimmungen zu finden.
Aktien-Reports
Weitere Artikel zum Thema
Evotec ist in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Den positiven Ausblick für das Gesamtjahr bestätigte das Biotechunternehmen jedoch. Auch die Analysten sind zuversichtlich und sehen noch erhebliches Kurspotenzial....mehr |
An der Börse kam die Nachricht gut an: Evotec verkündete eine weitere Kooperation im Bereich von Krebstherapien....mehr |
Aktien-Strategie strahlt, weil die Schaltbau Holding glänzt. Börse Online traut sich nicht nur zu einem Einstieg bei First Solar zu raten, sondern empfiehlt sogar ein Derivat zum Kauf. Zudem gibt es eine Änderung in einem Musterdepot....mehr |
Platow Emerging Markets betrachtet sich die glückliche Ophir Energy und empfiehlt risikobereiten Anlegern den kauf der Aktie. Börse Online findet charttechnische Gründe, um bei Facebook einzusteigen und rät sogar zu einem Derivat. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots....mehr |
Die Aktie steigt heute über den vom AKTIONÄR genannten charttechnischen Trigger. Wo liegen die nächsten Ziele? Wann kippt das Chartbild wieder? Antworten finden Anleger in dieser Chartanalyse....mehr |























