Euromicron und Freenet im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau I
Der Effecten-Spiegel setzt auf Euromicron. Focus Money ist so frei und freut sich über die Erfolge von Freenet. Zudem gibt es eine Änderung in einem Musterdepot.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Effecten-Spiegels stufen die Zahlen für das erste Halbjahr 2012 von Euromicron als stark ein. Die Integration der übernommenen Telent GmbH in den Komplettanbieter von Kommunikations-, Übertragungs-, Daten- und Sicherheitsnetzwerken läuft nach Plan. Der Vorstand von Euromicron sucht bereits nach neuen Kaufobjekten, wobei bereits mehrere kleinere Spezialunternehmen beobachtet werden. Allerdings ist der Wert der Bestellungen im Jahresvergleich gesunken. Die Begründung des Effecten-Spiegels lautet: "Durch die Telent-Übernahme verschiebt sich die Abrechnung des steigenden Anteils an Großprojekten noch stärker in das zweite Halbjahr. Das bedeutet, dass die entsprechenden Projekte in der ersten Jahreshälfte zunächst konzipiert und verhandelt werden, bevor es dann im zweiten Jahresabschnitt zur endgültigen Vergabe kommt. Ab 2013 dürfte die Verschiebung des Geschäftsverlaufs in das zweite Halbjahr den Angaben zufolge noch wesentlich deutlicher ausfallen." Der Vorstand bestätigte die Ziele für das Gesamtjahr 2012. Positiv ist, dass das Eigenkapital 118 Millionen Euro beträgt. Der Börsenwert von Euromicron beläuft sich lediglich auf 130 Millionen Euro. Zudem könnte die Dividende auf 1,25 Euro je Aktie angehoben werden, was einer Rendite von 6,3 Prozent entspräche. Defensiv orientierte Anleger sollten die Aktie kaufen. Das Kurspotenzial reicht bis 25 Euro.
Änderungen im Musterdepot des Effecten-Spiegels:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben ihre 500 Call-Optionsscheine (WKN DB3 5BS) auf den DAX mit einem Gewinn von acht Prozent zu vier Euro ausgebucht.

Focus Money: Günstig bewertet und dividendenstark
Der Vorstand von Freenet möchte neben dem Mobilfunkgeschäft mit Marken wie "Mobilcom Debitel" oder "Klarmobil" Angebote für das mobile Internet als zweites Standbein aufbauen. Das bisherige Geschäft läuft sehr gut, wie die Zahlen für das zweite Quartal des laufenden Jahres belegen. Die Analysten der BayernLB schätzen zwar, dass der Umsatz in diesem und im nächsten Jahr lediglich stabil bei 3,12 Milliarden Euro bleiben dürfte. Allerdings gehen sie von einem Anstieg des Gewinns auf 169 Millionen Euro in diesem und auf 220 Millionen Euro im nächsten Jahr aus. Sie verweisen auf den niedrigen Investitionsbedarf als eine Stärke von Freenet, denn der Konzern betreibt keine eigene Mobilfunknetzstruktur. Die Experten von Focus Money verweisen zudem auf die hohe Dividendenrendite, welche sie für das Jahr 2012 auf 8,1 Prozent und für das Jahr 2013 auf 8,9 Prozent schätzen. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten beträgt 13,40 Euro. Anleger sollten die Aktie, die mit einem KGV von 10 für dieses und von 7 für nächstes Jahr bewertet wird, bis zu Notierungen von 11,30 Euro kaufen und den Stoppkurs bei 10,80 Euro setzen.
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