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Epigenomics: Kapitalerhöhung voll platziert

Bastian Galuschka

Die Kapitalmaßnahme des Berliner Diagnostik-Spezialisten traf auf reges Interesse. Sämtliche Aktien konnten an den Mann gebracht werden. Damit ist Epigenomics finanziell bestens gerüstet für die kommenden Aufgaben.

Es war schon ein ehrgeiziges Vorhaben, welchem sich das Epigenomics-Management mit der jüngsten Kapitalerhöhung verschrieben hatte. Immerhin sollte das Grundkapital durch die Ausgabe von neuen Aktien um rund 50 Prozent erhöht werden. Dass dies kein leichtes Unterfangen ist, zeigten beispielsweise die Kapitalmaßnahmen der deutschen Branchenkollegen Wilex und Biofrontera im vergangenen Jahr, die prozentual zwar deutlich niedriger als die von Epigenomics angesetzt dennoch nicht voll platziert werden konnten.

Umso erfreulicher ist daher die Tatsache, dass die Berliner, wie gestern Abend bekannt wurde, sämtliche 14.697.361 Aktien zu einem Bezugspreis von 2,25 Euro an den Mann gebracht haben. Damit floss Epigenomics ein Bruttoerlös von rund 33,1 Millionen Euro zu. Die frischen Gelder kann das Unternehmen auch gut gebrauchen, ist es derzeit doch fieberhaft dabei, die Vermarktung des ersten firmeneigenen Produkts, einem Krebstest zur Darmkrebsfrüherkennung, anzukurbeln.

Große Nachfrage

Das Interesse von institutioneller wie privater Seite an den neuen Anteilscheinen sei erfreulich gewesen, so Epigenomics, die Annahmequote lag bei 46,2 Prozent. Die nicht bezogenen Aktien wurden an Privatanleger im Rahmen eines öffentlichen Angebots in Deutschland und Österreich sowie an ausgewählte institutionelle Investoren im In- und Ausland verkauft. Dieses öffentliche Angebot war deutlich überzeichnet und ermöglichte somit die vollständige Ausübung der Kapitalmaßnahme.

Weiter ein Biotech-Favorit

DER AKTIONÄR hatte Aktionären zur Annahme des Bezugsangebots geraten. Dass die Notierung sich trotz des großen Kapitalschritts stabil und zudem deutlich über dem Kurs der Kapitalerhöhung hält, ist positiv zu werten. Epigenomics ist dank der Fortschritte auf der Forschungsseite im vergangenen und der finanziellen Seite im laufenden Jahr auf dem besten Weg, zu einem wichtigen Player im Diagnostikmarkt aufzusteigen.

Dass die Technologie der Berliner erstklassig ist, beweisen die zahlreichen Kooperationen, unter anderem auch mit den Branchengrößen Abbott oder Quest. Anziehende Erlöse durch die Vermarktung der Krebsfrüherkennungstests sollten den Titel in den kommenden Monaten beflügeln. Die Aktie bleibt daher auf der Empfehlungsliste.

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