HeidelbergCement: Enttäuschung
Der Baustoffproduzent HeidelbergCement kämpft gegen die hohen Energiekosten. Im ersten Quartal hat das im DAX notierte Unternehmen diesen Kampf jedoch nicht gewinnen können. Zudem hat der strenge Winter den Jahresauftakt verhagelt. Das Unternehmen meldete einen Verlust nach Minderheiten von 204 Millionen Euro.
Im Vorjahreszeitraum stand hier nur ein Verlust von 161 Millionen Euro zu Buche. Der Umsatz kletterte um acht Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Dabei profitierte das Unternehmen vor allem von einer guten Nachfrage in Asien, aber auch in Nordamerika. Den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigte der Baustoffkonzern. Demnach peilt HeidelbergCement erneut Zuwächse bei Umsatz und operativem Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) an. Dabei soll auch das Sparprogramm helfen, das der Konzern weiter vorantreiben will.
Preissteigerungen geplant
Die operative Marge erreichte zu Jahresbeginn noch magere 0,5 Prozent nach 2,3 Prozent vor Jahresfrist, da die Einkaufskosten für die energie- und kapitalintensive Zementproduktion schneller als die Erlöse kletterten. Die unerwartet kräftigen Kostensteigerungen will Deutschlands Branchenführer nun auf breiter Front mit Preiserhöhungen kontern. Zudem setzt das Unternehmen auf die Schwellenländer. „Wir werden unsere erfolgreiche Strategie des gezielten Ausbaus unserer Zementkapazitäten in den Schwellenländern fortsetzen", kündigte Vorstandschef Bernd Scheifele an.

Keine Frage: Die Zahlen waren vor allem auf der Ergebnisseite schwächer als von Analysten erwartet. Dennoch, so ganz überraschend kommt die Entwicklung angesichts der gestiegenen Energiepreise nicht. DER AKTIONÄR hält trotz des Rückschlags an seiner positiven Einschätzung fest. Das Unternehmen sollte weiter von einer Erholung des nordamerikanischen Raums profitieren.
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