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ElringKlinger: Gut gerüstet für die Zukunft

Norbert Sesselmann

ElringKlinger hat die Finanzkrise relativ gut überstanden. Dass dieses Unternehmen besser als andere Autozulieferer war, hat verschiedene Ursachen. Mit dem Anziehen der Wirtschaft sollte es ab 2010 auch wieder möglich sein, die Gewinnmarge auszuweiten. In einem Zeitungsinterview stellte der Vorstand Stefan Wolf "Exorbitante Wachstumsraten" in Aussicht.

Ein striktes Sparprogramm, Kurzarbeit und der Abbau von Lagerbeständen sorgten dafür, dass die Krise gut gemeistert werden konnte. Zum einen hat ElringKlinger relativ viele neue Produkte im Portfolio, die jüngst in Serienproduktion gegangen sind,  zum anderen wurden die Kosten sofort reduziert. Darüber hinaus hat das Unternehmen seine Marktposition weiter ausgebaut. Zum Gewinnen neuer Marktanteile ist der Konzern also bestens aufgestellt.

Verbrennungsmotoren versus Elektromotoren

Das Thema Elektromobilität ist zwar in aller Munde, doch Vorstand Stefan Wolf vertritt die Ansicht, dass Verbrennungsmotoren in den nächsten 25 Jahren den Markt weiterhin dominieren werden. Dabei gilt es, Verbrauch und Emissionen weiter zu reduzieren, gleichzeitig Dynamik und Fahrfreude zu erhalten. Die zukünftige Rolle der Verbrennungsmotoren deckt sich mit Aussagen des Verbandes der deutschen Automobilindustrie und von Herstellern sowie dem Ergebnis zahlreicher Studien.

Wachstumsmotor: Forschung und China

Doch auch für den technologischen Wandel im Automobilbereich ist das Unternehmen ElringKlinger gut aufgestellt. Die Schwaben forschen bereits seit dem Jahr 2000 im Bereich Brennstoffzelle und haben dort über 30 Patente angemeldet. Vor etwa anderthalb Jahren ist das Unternehmen zusätzlich in der Batterietechnologie eingestiegen. Hierbei hat das Unternehmen ein Modul entwickelt, das die verschiedenen Lithiumionenzellen einer Batterie verbindet. Hier könnte sich das Unternehmen gegen etablierte Anbieter durchsetzen, so der Vorstand. Auch China wird ein starker Wachstumstreiber für das Unternehmen. Hier soll der Umsatz von 20 Millionen Euro im letzten Jahr auf etwa 100 Millionen Euro im Jahre 2012 steigen, ergab sich aus dem Gespräch mit Euro am Sonntag.

Hitzebeständigkeit ein Dauerthema

Im Motorraum rücken immer mehr Heißteile näher an hitzeempfindliche Komponenten heran. Deshalb gibt es einen enormen Bedarf an Abschirmteilen. Dieser Bereich ist nach Umsatzvolumen inzwischen das wichtigste Standbein von ElringKlinger. Auch beim Elektroauto wird dies ein großes Thema bleiben, von denen das Unternehmen überproportional profitieren wird.  

Aufwärtstrend intakt

Vorstandschef Stefan Wolf sagte in dem Interview mit der Euro am Sonntag,  dass die Erlöse in diesem Jahr stärker als die durchschnittlichen Brachenumsätze zulegen könnten. Außerdem werde die EBIT-Marge 2009 nahe an der oberen Spanne von acht bis zehn Prozent liegen. Vor diesem Hintergrund rechnet der AKTIONÄR weiterhin mit einer Outperformance gegenüber dem Vergleichsindex MDAX. Ein Stopp sollte jedoch bei 14,50 Euro gesetzt werden. Für risikobewusste Anleger bietet sich auch weiterhin der im Online-Musterdepot befindliche ElringKlinger Turbo-Bull mit der WKN TB7 RDW an.

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