Michael Schröder
Das Vertrauen der Anleger in die Schuldenpolitik der Staaten und die Entwicklung der Weltwirtschaft hat in den letzten Wochen spürbar gelitten. Einige Volkswirte sprechen bereits von einer drohenden Rezession. Doch wie bewerten die Vorstände der heimischen Small- und MidCaps die aktuelle Situation? DER AKTIONÄR fragte nach.
DER AKTIONÄR sprach mit Dr. Anton Mindl, Vorstandsvorsitzender bei Elmos Semiconductor, über die aktuelle Situation an den Finanzmärkten und mögliche Auswirkungen auf sein Unternehmen.
Weitere Einschätzungen der aktuellen Situation von Vorständen der heimischen Small- und MidCaps lesen Sie in der aktuellen Ausgabe vom AKTIONÄR, die Sie hier bequem als E-paper herunterladen können.
DER AKTIONÄR: Herr Mindl, wie beurteilen Sie die aktuelle Situation an den Finanzmärkten?
Dr. Anton Mindl: Wir verfolgen die aktuelle Situation mit hoher Aufmerksamkeit. Bislang entwickeln sich unsere Hauptmärkte stabil.
Sehen Sie die Gefahr einer Rezession?
Aktuell sehen wir keine Rezessionsgefahr. Nach den Erfahrungen der letzten Finanzkrise haben wir - bildlich gesprochen - eine „Werkzeug-Kiste" mit wirkungsvollen Instrumenten, die wir bei Notwendigkeit zeitnah auspacken könnten.
Was erwarten Sie vor diesem Hintergrund im laufenden Gesamtjahr?
Wir haben unsere Geschäftsprognose zu Anfang des Jahres veröffentlicht und sehen keinen Grund, diese zu verändern. Elmos erwartet ein Umsatzwachstum auf 190 bis 200 Millionen Euro, die EBIT-Marge wird in 2011 das Niveau von 2010 von 12,5 Prozent erreichen oder leicht übertreffen.

Wie sehen Ihre mittelfristigen Planungen aus?
Mittel- und langfristig wird Elmos von den globalen Megatrends profitieren: steigende Urbanisierung, mehr erneuerbare Energien - und der effiziente Umgang damit - sowie mehr und umweltschonende Mobilität. Für all diese dynamisch wachsenden Marktsegmente wird Elmos entscheidende Beiträge liefern.
Vielen Dank für das Gespräch!
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