Markus Horntrich
Trotz der Auswirkungen der Finanzkrise im Jahr 2009 konnte sich der niederbayerische Einhell-Konzern wacker schlagen und ein deutlich positives Ergebnis erwirtschaften. Für 2010 und die Folgejahre birgt insbesondere die Expansion in Südamerika viel Wachstumsfantasie. Die Aktie gilt als Value-Schnäppchen.
Die vorläufigen Zahlen der niederbayerischen Einhell AG können sich sehen lassen. Zwar war der Umsatz aufgrund der schwierigen weltwirtschaftlichen Gesamtsituation rückläufig - er verminderte sich von 358,5 Millionen Euro auf 315,7 Millionen Euro - die Ertragskraft des Werkzeugmaschinenherstellers ist ungebrochen. Das Ergebnis vor Steuern beträgt 14,2 Millionen Euro (Vorjahr 18,4 Millionen Euro). Die Vorsteuerrendite ist bedingt durch den geringeren Umsatz nur leicht auf 4,5 Prozent (Vorjahr von 5,1 Prozent) gesunken.
Netto verdiente Einhell 10,8 Millionen Euro, das Ergebnis je Aktie lag entsprechend bei 2,90 Euro nach 3,80 Euro im Vorjahr.
Die Bilanzstruktur ist mit einer Eigenkapitalquote von rund 57 Prozent weiterhin als solide zu bezeichnen, zumal die Nettoverschuldung zum Bilanzstichtag 31. Dezember in eine Netto-Cash-Position gewandelt werden konnte.
| Umsatz- und Gewinnschätzungen für Einhell: |
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2008 |
2009 |
2010e |
2011e |
| Umsatz (Mio. Euro) |
358,5 |
315,7 |
360,0 |
385,0 |
Gewinn/Aktie (Euro)
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3,96 |
2,9 |
3,7 |
4,05 |
| KGV |
8 |
11 |
8 |
8 |
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Südamerika schafft Fantasie
Einen Ausblick auf 2010 hat das Management im Rahmen der vorläufigen Zahlen zwar noch nicht gegeben, die forcierte Expansion insbesondere in Südamerika sollte sich jedoch schon im laufenden Jahr bemerkbar machen. Welche Auswirkungen das haben könnte soll anhand einer einfachen Überlegung deutlich gemacht werden: 2007 wagte Einhell den Markteintritt in Chile. 2009 dürfte Einhell dort rund fünf Prozent des Umsatzes, also 15 bis 16 Millionen Euro, erwirtschaftet haben. Der Markteintritt in Brasilien könnte ein Vielfaches davon als Umsatz bringen, da Brasilien bezogen auf die Bevölkerungszahl rund elfmal größer ist - ein Umsatzbeitrag im dreistelligen Bereich ist durchaus denkbar. Bei fünf Prozent Vorsteuerrendite ist auch ein ordentlicher Ergebnisbeitrag von über fünf Millionen Euro zu erwarten.

Value-Schnäppchen unter Buchwert
Die Aktie notiert dennoch nach wie vor unter ihrem Buchwert von rund 34 Euro je Aktie. Das KGV für das laufende Jahr liegt bei günstigen 8 bis 9. Das Kursziel bis Jahresende sieht DER AKTIONÄR bei 50 Euro. Ein Stopp sollte bei 25,00 Euro platziert werden.