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EADS weicht vor der Krise aus

Steffen Eidam

Die Rüstungssparte von EADS leidet unter der Finanzkrise in Europa. Cassidian-Chef Stefan Zoller will das Geschäft daher außerhalb Europas forcieren. Indes hat die Tochter Airbus einen Großauftrag eingeheimst.

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EADS brechen vor allem in der Rüstungssparte die europäischen Kunden weg. Cassidian-Chef Zoller kündigte nun eine Verlagerung der Aktivitäten in wachstumsstarke Regionen an. Indes füllen sich bei der zivilen Tochter Airbus die Auftragsbücher im Rahmen der Ausstellung in Farnborough.

Neue Wege bei Rüstung

EADS will für seine Rüstungssparte vor allem Kunden außerhalb von Europa gewinnen. Cassidian-Chef Stefan Zoller erwägt diesen Schritte vor dem Hintergrund der Schuldenkrise auf dem alten Kontinent. Der Vorstandsvorsitzende der Verteidigungstochter Cassidian sagte zu Dow Jones Newswires, dass sich das Neugeschäft in Europa schwach entwickle. Die EADS-Tochter sieht sich daher außerhalb der bisherigen Kernmärkte Spanien, Frankreich, Großbritannien und Deutschland um. Dabei rückt vor allem Indien, der Nahe Osten, Brasilien und die USA in den Fokus. Künftig dürfte laut Zoller der außereuropäische Anteil am Auftragseingang auf über 50 Prozent ansteigen. Der Manager kündigte zudem eine Verlagerung der Produktion an.

Airbus heimst Aufträge ein

Airbus erhielt unterdessen auf der Luftfahrmesse in Farnborough einen ersten Großauftrag für das Großraumflugzeug A350. So hat die Fluggesellschaft Cathay Pacific zehn Maschinen vom Typ 350-1000 bestellt. Darüber hinaus erweiterte die Airline aus Hongkong 16 von insgesamt 36 Aufträgen vom Typ A350-900 auf  die größere Version A350-1000. Das Auftragsvolumen beläuft sich insgesamt auf 4,2 Milliarden Dollar.

 


Kurzfristig unter Druck

Nachdem der Unterstützungsbereich zwischen 25,18 und 25,39 Euro gehalten hat erklomm die EADS-Aktie vor zwei Wochen ein neues Hoch bei 29 Euro. Der anschließende  Rücksetzer führte die Notierung allerdings wieder unter die 38-Tage-Linie bei aktuell 27,70 Euro. Kurzfristig könnte es daher zu weiteren Kursverlusten kommen. Am mittelfristigen Kursziel von 35,00 Euro ändert sich aber nichts.

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