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EADS-Aktie: Boeing übertrumpft Airbus

Norbert Sesselmann

Das ewige Duell der Flugzeuggiganten: Airbus gegen Boeing. In diesem Jahr wird wohl der Flugzeubauer aus Übersee die Nase vorn haben. In den ersten neun Monaten sammelte Boeing doppelt so viele Aufträge ein wie die EADS-Tochter. EADS-Anleger sollten sich von dieser Meldung nicht verunsichern lassen. Die Auftragsbücher sind immer noch proppevoll.

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Im Duell um neue Flugzeugaufträge läuft der US-Konzern Boeing seinem europäischen Rivalen Airbus in diesem Jahr bislang den Rang ab. In den ersten neun Monaten sammelte Boeing Bestellungen für mehr als doppelt so viele Maschinen ein wie die EADS-Tochter aus Toulouse. In der Produktion liegen beide Unternehmen in etwa gleichauf.

Kassenschlage Öko-Flieger

Mittlerweile hat sich bei beiden Flugzeugbauern ein satter Auftragsbestand aufgebaut. So hat Airbus für die spritsparende Neuauflage des Mittelstreckenfliegers A320, die A320neo, seit Anfang vergangenen Jahres rund 1.500 Bestellungen eingesammelt. Das entspricht der Produktion von rund drei Jahren für diese Flugzeug-Familie. Boeing versucht nun mit seinem Konkurrenzmodell, der ebenfalls auf Sparsamkeit getrimmten 737-MAX, einen ähnlichen Erfolg zu erreichen.

2011 ein Traumjahr

Die Amerikaner sind damit auf dem besten Weg, in der Jahresbilanz erstmals seit 2006 Airbus wieder zu überholen. Allein im vergangenen Jahr hatte Airbus noch fast zwei Drittel aller Aufträge in seiner Branche bekommen. Mit einer Rekordzahl von 1419 bestellten Maschinen hängte der Konzern seinen US-Rivalen Boeing damit klar ab. Aufgrund dieser wahnsinnigen Bestellflut hatte EADS bereits zu Jahresbeginn für das Gesamtjahr einen deutlichen Rückgang vorausgesagt.

Megafusion vor dem Aus?

Fundamental ist im Grunde alles in Ordnung bei der EADS-Tochter Airbus. In den nächsten Tagen und Wochen wird ein anderes Thema die Kurse bewegen: Die Mega-Fusion von EADS und BAE. Am Freitag waren Spekulationen aufgekommen, dass das Vorhaben vor dem Scheitern steht. Auslöser war ein entsprechender Bericht von Spiegel Online, den der britische Rüstungskonzern BAE umgehend zurückwiesen hat. Tendenziell ist bei einem Scheitern der Hochzeit, mit steigenden Kursen bei der EADS-Aktie zu rechnen.

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