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EADS: Zeitungsbericht sorgt für Turbulenzen

Dominik Schertel

Die Aktie des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS ist heute abgeschlagen das Schlusslicht im MDAX. Grund für den Kursrutsch ist ein Bericht der französischen Zeitung "Les Echos", wonach Airbus eine Reduktion der A350-Produktion plane.

Einem Medienbericht zufolge will der Flugzeughersteller Airbus die Produktionsziele für sein Langstreckenflugzeug A350 senken. Die französische Zeitung Les Echos berichtet am Freitag, ohne Angabe von Quellen, dass 2013 nur noch zehn, statt bislang 18 Maschinen gebaut werden sollen. Im Jahr darauf sollen nun 40 statt 51 Flugzeuge und 2015 statt 83 nunmehr 60 Maschinen produziert werden. Airbus reagierte prompt auf diese Meldungen und erklärte, dass geplante Auslieferungsziele jeweils zu Beginn des Jahres mitgeteilt würden. Die erste A350 soll im Jahr 2013 übergeben werden, demnach würden auch erst zu Beginn dieses Jahres entsprechende Angaben über die Produktionsziele gemacht.

Markt nicht überzeugt

Die Aussagen von Airbus klingen nicht nach einem klaren Dementi. So sieht das auch der Markt. Der MDAX-Wert steht deutlich unter Druck. Dabei wurden der seit Mai 2010 andauernde Aufwärtstrend sowie die 38-Tage-Linie unterschritten. Die Aktie steuert nun auf die Unterstützung bei 17 Euro zu. Sollte die Abwärtsbewegung auch hier nicht an Dynamik verlieren, wäre ein Abrutschen bis in den Bereich um 16 Euro wahrscheinlich.

Ruhe bewahren

DER AKTIONÄR rät Anlegern vorerst die Ruhe zu bewahren. Bereits mehrfach wurde auf die positiven Aussichten für den Wert hingewiesen. Risikobewusste Anleger können sich auf dem aktuellen Niveau positionieren, um auf eine technische Gegenbewegung in der kommenden Handelswoche zu spekulieren.

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