Heiliges Kanonenrohr: EADS-Aktie stürzt ab
In der Rüstungsindustrie ist es die Meldung des Tages: Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS führt mit seinem britischen Konkurrent BAE Systems Fusionsgespräche. Klappt der Zusammenschluss, entstünde der weltgrößte Rüstungskonzern. Was passiert mit den Aktien?
EADS-Aktien stehen am Donnerstag angesichts der Verhandlungen über eine Megafusion mit BAE Systems im Fokus. Im Falle eines Zusammenschluss würde ein neuer europäischer Rüstungsgigant entstehen, der den US-amerikanischen Rivalen Boeing beim Umsatz nicht nur überholen, sondern sogar deutlich abhängen würde. Klappt die Fusion, dann soll EADS 60 Prozent der Anteile erhalten.
Doppelte Börsennotierung
Angestrebt werde im Falle eines Zusammenschlusses eine doppelte Börsennotierung: Beide Unternehmen sollen als eine Gruppe agieren, aber an der Börse getrennt geführt werden. Die neu entstehende Gruppe EADS/BAE soll demnach von ein- und demselben Vorstands- und Aufsichtsgremium geführt werden.

Kurssprung bei BAE
Als die Nachricht über den Ticker lief, kannte die Aktie von BAE System kein Halten mehr. Bei den EADS-Aktionären hielt sich die Freude allerdings in Grenzen. Die Aktie verliert deutlich. Langfristig ist bei EADS dennoch alles in Butter: Beruhigung abwarten und dann einsteigen: Nächstes Ziel 35 Euro.
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