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EADS: BAE-Fusion vom Tisch?

Dominik Schertel

Zum Wochenausklang kommt noch einmal kräftig Bewegung in das Fusionsthema um EADS und BAE Systems. Laut einem Pressebericht sind die Verhandlungen gescheitert. Unterdessen hat die EADS-Tochter Airbus mit den Folgen der Flügelprobleme ihres Aushängeschilds A380 zu kämpfen.

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Am Nachmittag kommt es zu einem Paukenschlag, den so wohl kaum einer erwartet hatte. Laut einem Bericht von Spiegel Online sind die Verhandlungen um die Fusion von EADS und BAE Systems gescheitert. So konnten sich die drei beteiligten Regierungen Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens nicht darauf verständigen, wer welchen Anteil am neu geschaffenen Unternehmen halten würde. Zuvor hatte EADS-Chef Tom Enders noch mit einer Jobgarantie für den Zusammenschluss geworben. "Ich bin so überzeugt von unserem Projekt, dass ich bereit bin, über attraktive Arbeitsplatz- und Standortgarantien zu sprechen, die ich für die EADS so nicht in Betracht ziehen könnte", sagte Enders der Bild.

Airbus hinkt hinterher

Die Flügel-Probleme des Prestige-Fliegers A380 machen Airbus einen Strich durch die Rechnung. Nach neun Monaten hat die EADS-Tochter erst 17 der für das Gesamtjahr geplanten 30 A380-Exemplare ausgeliefert. Auf der Auftragsseite zeigt sich das Malheur noch deutlicher. Von den angepeilten 30 Neubestellungen ist bislang lediglich ein Auftrag über vier A380 eingegangen. Bei den anderen Modellen läuft es deutlich besser. Der Top-Seller A320neo hat seit Anfang des vergangenen Jahres rund 1.500 Bestellungen erhalten. Im September hat Airbus modellübergreifend 22 Maschinen an den Mann gebracht.

Einschätzung bestätigt

Der Spiegel-Bericht hat der EADS-Aktie kurzfristig einen Schub verpasst. Gelingt es dem Titel die 26-Euro-Marke auf Schlusskursbasis zu verteidigen, ist mit weiteren Zuwächsen bis auf zunächst 27 Euro zu rechnen. Bestätigt sich zudem die Meldung, dass die Fusion vom Tisch ist, dürfte die Aktie weiteren Rückenwind bekommen. Die mittel- bis langfristigen Aussichten sind ebenfalls positiv. Das Kursziel bleibt bei 35 Euro.

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