EADS: Großbestellung aus China?
Kann EADS schon bald einen weiter Big Deal vermelden? Gut möglich. Presseberichten zufolge will China 100 Flugzeuge aus dem Hause Airbus bestellen. Die Aktie dürfte sich im Laufe des Jahres in höhere „Kurs-Sphären“ begeben.
Der Flugzeugbauer Airbus kann einem Pressebericht zufolge auf neue Aufträge aus China hoffen. Anlass sei eine Reise zum chinesischen Airbus-Werk in Tianjin, auf der der Vorstandsvorsitzende des Mutterkonzerns EADS, Thomas Enders, sowie Airbus-Chef Fabrice Brégier Bundeskanzlerin Angela Merkel begleiten, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet. Gemeinsam mit dem chinesischen Regierungschef Wen Jiabao werde dort am Freitag die Fertigstellung des einhundertsten Flugzeugs gefeiert. Tianjin ist der einzige Airbus-Standort außerhalb Europas.
Noch nicht sicher
Wie die FAZ unter Berufung auf Luftfahrtkreise berichtet, ist derzeit von 100 Neubestellungen der Chinesen die Rede. Dies könne sich jedoch noch ändern. Bei der letzten politisch flankierten Bestellrunde in Berlin im Juni 2011 hätten die Asiaten statt der verabredeten 100 Flugzeuge nur 88 bestellt. Airbus hatte sich damals Hoffnung auf 150 Aufträge gemacht. Hintergrund für die Verringerung war schon damals der Streit um die Einbeziehung der Luftfahrt in den europäischen Emissionshandel (ETS). China und andere Länder widersetzen sich der seit Jahresbeginn geltenden Neuregelung aus Brüssel.

Luft nach oben
Aus fundamentaler Sicht läuft es bei EADS richtig gut. Die Auftragsbücher sind proppevoll. Trotz der jüngsten Kursrallye hat das Papier vor allem mittel- bis langfristig Luft nach oben. Wer noch nicht investiert ist, sollte eine kleine charttechnische Beruhigung abwarten. Optimal wäre ein sogenannter Gap-Close bei 28,30 Euro. Spätestens hier sollten Neueinsteiger eine Position eingehen. Erstes Kursziel bleibt das Allzeithoch bei rund 35 Euro.
Mit Material von dpa-AFX
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