EADS: Der 4-Billionen-Dollar-Markt
Die Luftfahrtschau von Farnborough öffnet am kommenden Montag ihre Pforten. Für Airbus und Boeing winken Aufträge in Milliardenhöhe. Fertig machen zum Durchstarten. Konservative Anleger setzten auf ein Bonuszertifikat.
Farnborough - ein kleiner Stadtteil rund 50 Kilometer nordöstlich von London. In der 60.000-Seelen-Gemeinde werden ab dem 9. Juli Geschäfte gemacht - Milliardengeschäfte. Im Zweijahresrhythmus findet hier die Luftfahrtschau statt - neben der Ausstellung in Le Boruget bei Paris der wichtigste Branchentreff überhaupt.
Spritschlucker ade
Eines steht bereits jetzt fest: Die beiden größten Flugzeugbauer Airbus und Boeing werden wieder dicke Auftragsbücher mit nach Hause nehmen. Vor allem die spritsparenden Varianten werden bei den Fluglinien beliebt sein. Die malaysische Airline Air Asia zum Beispiel stellte der EADS-Tochter auf der Messe eine Bestellung von bis zu 100 Maschinen des A320neo in Aussicht. Boeing kann sich voraussichtlich über eine Großbestellung für seinen Mittelstreckenflieger 737max freuen. Der Flugzeugfinanzierer Air Lease Corporation denkt über eine Order von 60 bis 100 Exemplaren des Flugzeugs nach.
Zeitlicher Vorsprung
Einen Vorteil hat Air Asia als Airbus-Kunde: Die Fluggesellschaft wird ihre bestellten Spritsparflieger wohl eher bekommen. Der A320neo, der 15 Prozent weniger Kerosin verbraucht als das aktuelle Modell A320, wird im Jahr 2015 ausgeliefert. Das Konkurrenzmodell 737max wird von Boeing erst 2017 an die Kunden verschickt. Daher verwundert es auch nicht, dass Airbus für die neuen Kurzstreckenflieger bereits 1.300 feste Bestellungen eingesammelt hat, die Amerikaner kommen bisher auf nur 451 fixe Orders. Insgesamt dürfte die Nachfrage nach Verkehrsflugzeugen rasant steigen (siehe Grafik). Boeing rechnet damit, dass bis 2030 weltweit insgesamt 33.500 neue Flugzeuge benötigt werden - Marktwert vier Billionen Dollar!
Welche Aktie hat mehr Potenzial?
Mit einem 2012er-KGV von 16 ist die Aktie des Airbus-Mutterkonzerns EADS im Vergleich zum Konkurrenten Boeing teuer - für das Boeing-Papier errechnet sich ein Gewinnvielfaches von 14. Gleichzeitig prognostizieren die Experten bis 2014 bei EADS einen Gewinnanstieg von über 200 Prozent. Bei Boeing wird mit einer Zuwachsrate von 40 Prozent gerechnet. Vor diesem Hintergrund sollten Anleger die Aktie von EADS vorziehen.

Mit Schwimmweste
Für konservative Anleger bietet sich ein Bonuszertifikat (WKN BP3 V9D) von BNP an. Der Abstand zur Barriere beträgt komfortable 22 Prozent. Wird die Barriere von 22 Euro bis 21. November 2013 nicht berührt, erhält der Anleger einen Bonus von 33 gutgeschrieben. Nach oben partizipieren Anleger 1:1 am Kursanstieg der Aktie.
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