EADS: Bullish – trotz Haarrisse
Die Haarrisse in den Flügeln des Super-Airbus A380 könnten noch über Jahre hinaus Probleme bereiten. Die Analysten heben trotzdem die Daumen für die Aktie der Konzernmutter EADS.
Auf rund 100 Millionen Euro, so hieß es ursprünglich, könnte sich die Schadenssumme in Folge der Haarrisse beim Airbus A380 belaufen. Diese Summe könnte sich deutlich erhöhen. Von Analystenseite hört man derzeit trotzdem optimistische Aussagen.
Schadensumme steigt
Im Interview mit dem Nachrichtenmagazin Spiegel erklärt A380-Programmchef Tom Williams, dass die Haar-Risse in Teilen der Tragflächen des Riesenjets Airbus noch „auf Jahre beschäftigen“ werden. Der Grund: Die Flugzeuge, die demnächst ausgeliefert werden, enthalten noch die schadhaften Bauteile. Experten gehen daher davon aus, dass die Mängelansprüche über die bisher bekannte Summe von 100 Millionen Euro hinauswachsen.
Daumen rauf
Die Experten von JPMorgan haben ihre Einstufung für EADS auf "Overweight" belassen. Der Luft- und Raumfahrtkonzern sei derzeit eine Geisel des Streits zwischen der Europäischen Union (EU) und China über CO2-Emissionen, hieß es in der Begründung. China weigere sich, Aufträge für Airbus-Großflugzeuge festzuzurren, so lange die EU hier ihre Vorstellungen nicht ändere, während Konkurrent Boeing auf seine Chance warte. Es sei aber unwahrscheinlich, dass die Chinesen den Konflikt eskalieren und bereits zugesagte Aufträge platzen ließen. Indes haben die Analysten von Merrill Lynch ihr Kursziel von 28 auf 36 Euro deutlich angehoben.
Trotz des heutigen Rücksetzers bleiben die Aussichten für die EADS-Aktie weiter gut. DER AKTIONÄR geht davon aus, dass die Notierung wieder Kurs in Richtung des Allzeithochs bei 35,44 Euro nimmt. Ein Stopp bei 22,50 Euro sichert die Position nach unten ab
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