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EADS: Ärger um A400

Dominik Schertel

Der A400 sorgt einmal mehr für Wirbel. Allem Anschein nach denken die sieben Bestellernationen des Militärtransporters über Abbestellungen nach. EADS warnt bereits davor, dass man das Projekt nicht aufs Spiel setzten dürfte.

Die sieben Käuferländer des Militärtransporters Airbus A400  könnten Verhandlungskreisen zufolge noch mehr Maschinen abbestellen als bisher geplant. Es sei inzwischen möglich, dass die Nationen insgesamt weniger als 170 Flugzeuge abnähmen, um damit einen Teil der Milliarden-Mehrkosten aufzufangen, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa am Freitag aus Verhandlungskreisen. Ursprünglich sollten 180 Maschinen des Typs A400 ausgeliefert werden, von denen 60 an die Bundeswehr gehen sollten. Anfang des laufenden Jahres mehrten sich die Spekulationen, dass Airbus über einen Ausstieg aus dem A400M-Projekt nachdenken würde. Wenig später kam die Entwarnung. EADS hatte sich nach zähen Verhandlungen mit den Bestellernationen geeinigt. Dabei wurde den Länder das Recht eingeräumt, die A400M- Stückzahl um bis zu 10 Maschinen reduzieren zu können.

Abbestellungen geplant

Wie die dpa weiter erfahren haben will, überdächten derzeit alle Nationen die bestellten Stückzahlen. Wie viele A400 tatsächlich abbestellt werden, ist unklar. "Der Umfang einer möglichen Reduzierung der Stückzahlen steht derzeit nicht fest. Es gibt keine Zahl", kommentierte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums. EADS äußerte sich bereits zu den drohenden Abbestellungen: "Bei unter 170 Fliegern hat das A400M-Programm keine wirtschaftliche Grundlage mehr", sagte EADS-Sprecher Rainer Ohler.

Auftragsflut für Airbus

Neben den Negativmeldungen gibt es auch Positives zu berichten. So hat die EADS-Tochter Airbus in den ersten sieben Monaten des Jahres Aufträge über 245 Flugzeuge an Land gezogen. Alleine auf der Farnborough Airshow generierte Airbus Festaufträge für 133 Maschinen. Im Gesamtjahr will das Unternehmen mehr als 400 Bestellungen einfahren, wobei Stornierungen in diesem Ziel nicht berücksichtigt sind.

Kursziel 25 Euro

Trotz aller Ungereimtheiten bleibt DER AKTIONÄR der EADS-Aktie gegenüber positiv gestimmt. Das Kursziel liegt weiterhin bei 25 Euro. Ein Stoppkurs kann bei 15 Euro platziert werden.

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