RWE zählt heute zu den größten Gewinnern im DAX. Neben optimistischen Aussagen des Konzernchefs löst eine Hochstufung durch Morgan Stanley gute Laune aus. Für die Aktie des Branchenprimus wurde dagegen das Kursziel gesenkt. Im Allgemeinen bevorzugen Analysten dagegen eindeutig E.on.
Morgan Stanley hat die RWE von "Equal-weight" auf "Overweight" hochgestuft. Darüber hinaus hat Analyst Bobby Chada das Kursziel von 28,90 auf 36,00 Euro angehoben. Vor allem wegen des gestrafften Vekaufsprogramm und des einzigartigen Brennstoffmixes habe Chada seine Gewinnschätzung je Aktie für 2013 um 28 Prozent erhöht. Auf Basis seiner neuen Schätzungen sei RWE einer der am günstigsten bewerteten integrierten Versorger.
E.on kein Kauf mehr
Für E.on hat Bobby Chada dagegen das Kursziel von 18,50 auf 17 Euro gesenkt und deshalb die Empfehlung von "Overweight" auf "Equal-weight" angepasst. Der Analyst selbst hat seine Prognose bereits gesenkt. Das Chance/Risiko-Verhältnis sei bei der Aktie auf kurze Sicht nicht länger attraktiv. Auch mittelfristig positive Entwicklungen wie die Neuverhandlung von Gaspreisen oder Kostensenkungen würden daran nichts ändern.
Außenseiter-Meinung
Mit der Bevorzugung von RWE ist Morgan Stanley eine Ausnahme. Insgesamt favorisieren die Analysten E.on. 20 Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf. 16-mal lautet das Votum Halten, nur 7-mal Verkaufen. Bei RWE raten 18 Analysten zum Kauf. Dem stehen zehn Kauf- und 14-Halte-Empfehlungen gegenüber. Auch DER AKTIONÄR bevorzugt unter den deutschen Energieversorgern weiter E.on. Das Kursziel lautet unverändert 22 Euro.
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