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E.on und RWE: Top- und Flop-Aktien des DAX

Michael Herrmann

Die Aktien der Energieriesen E.on und RWE haben sich jahrelang nahezu parallel entwickelt. Heute findet sich E.on dagegen an der Spitze des DAX wieder, während RWE zu den größten Tagesverlierern im deutschen Leitindex zählt. Hintergrund sind Medienberichte und Analystenupdates.

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Laut einem Bericht der Financial Times Deutschland (FTD) hat sich E.on besser auf die vorgezogene Energiewende eingestellt als RWE. Deutschlands größter Energieversorger habe sein Sparprogramm schon vor langer Zeit aufgelegt, während RWE erst jetzt damit beginnt Stellen zu streichen. Die Finanzzeitung verweist zudem darauf, dass E.on es schneller geschafft hat, im Gasgeschäft wieder Gewinn zu schreiben.

Hohe Verschuldung

Auf der Aktie von RWE lastet zudem eine aktuelle Studie der UBS. In dieser verweist Analyst Patrick Hummel auf die besorgniserregende Schuldenquote des zweitgrößten deutschen Energieversorgers. Angesichts einer Nettoverschuldung in Höhe des vierfachen EBITDAs zweifelt der Experte daran, dass RWE in den kommenden Jahren die anvisierte Marke des dreifachen EBITDAs erreichen wird. Unter anderem deshalb besteht laut Hummel die Gefahr, dass die Dividende gekürzt werden wird.

Einschätzung bestätigt

DER AKTIONÄR hat bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass sich E.on auf die Veränderungen im Energiemarkt besser eingestellt hat. Diese Meinung wird durch die jüngsten Einschätzungen von FTD und UBS bestätigt. Die E.on-Aktie dürfte sich daher auch in Zukunft deutlich besser entwickeln als RWE. Die Aktie bleibt ein Top-Pick des Sektors. Das Kursziel lautet unverändert 22 Euro.

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