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E.on und RWE: Rückenwind aus Berlin?

Michael Herrmann

Der vorzeitige Atomausstieg hat die Aktien der Energieversorger lange Zeit auf Tauchstation geschickt. Zuletzt haben sie sich aber bereits wieder etwas von den massiven Verlusten erholt. Nun könnte auch noch unerwarteter Rückenwind von der Bundesregierung kommen.

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Die Bundesregierung rückt offenbar allmählich von ihren Plänen zur Energiewende ab. Am Wochenende äußerte bereits Bundesumweltminister Peter Altmaier Zweifel an der planmäßigen Umsetzung der Energiewende. Nun hat Wirtschaftsminister Philipp Rösler nachgezogen. "Die Zeitachse und die Ziele für die Energiewende stehen. Aber wir müssen nachsteuern, wenn Jobs und unsere Wettbewerbsfähigkeit bedroht sein sollten", sagte der FDP-Chef im Gespräch mit der Bild.

Bezahlbarkeit hat Priorität

Oberste Priorität ist laut Rösler, dass Strom bezahlbar bleibe. Ähnlich hatte sich bereits sein Ministerkollege Altmaier geäußert. Größter Profiteure einer Aufweichung der Energieziele dürften die Energieriesen E.on, EnBW, RWE und Vattenfall sein. Lässt sich der Stromverbrauch bis 2022 nicht so stark wie bisher senken, dürfen sie mit größeren Umsätzen und Gewinnen rechnen.

E.on bleibt erste Wahl

DER AKTIONÄR hat zuletzt bereits mehrfach auf das Potenzial der Aktie des deutschen Branchenprimus E.on hingewiesen. Sollten die Ziele der Energiewende aufgeweicht werden, gilt dies umso mehr. Unabhängig davon ist die Aktie der des Konkurrenten RWE vorzuziehen, die nur eine Halteposition ist. E.on ist weiterhin ein Kauf mit Kursziel 20 Euro.

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