E.on und RWE: Nur eine Aktie ist ein Kauf
Die Schweizer Großbank UBS hat den europäischen Versorgersektor unter die Lupe genommen. Die deutschen Vertreter E.on und RWE kommen dabei sehr unterschiedlich weg. Während eine Aktie zu den Favoriten der UBS zählt, ist die andere nur ein Underperformer.
Die Fundamentaldaten für die europäischen Versorger sind nach Ansicht der UBS nach wie vor schwach. Vergleichsweise gute Chancen hätten laut einer aktuellen Branchenstudie des UBS-Analysten Per Lekander renditestarke Unternehmen sowie der britische Versorgermarkt. Doch auch im deutschen Bereich ließen sich attraktive Versorger-Aktien finden.
E.on top, RWE flop
Zu Lekanders bevorzugten Werten zählt neben Iberdrola und United Utilities auch der deutsche Branchenprimus E.on. Der Analyst stuft die E.on-Aktie weiterhin auf "Buy" ein. Skeptischer ist der Experte dagegen für den Konkurrenten RWE. Die Empfehlung für die Aktie der deutschen Nummer 2 der Branche lautet weiter "Underweight". Angesichts der durchschnittlichen Bewertung habe RWE nur unterdurchschnittliches Wachstumspotenzial.

Bewertungsaufschlag gerechtfertigt
Auch DER AKTIONÄR hat in Ausgabe 35/12 darauf hingewiesen, dass E.on einen besseren Job als RWE macht und deshalb ein Bewertungsaufschlag gerechtfertigt wäre. Aktuell sind beide Aktien dagegen in Bezug auf KGV und Dividendenrendite in etwa gleich bewertet. E.on hat damit mehr Aufwärtspotenzial und ist erste Wahl. Das Kursziel lautet 24 Euro. Ein Stopp bei 14,50 Euro sichert ab.
Leserkommentare
Die Kommentarfunktion wird moderiert. Die Moderation liegt alleine bei der Börsenmedien AG. Kritische Diskussionen sind erwünscht, persönliche Beleidigungen hingegen werden entfernt.
Disqus ist ein Online-Dienst und wird von der Big Head Labs, Inc. aus San Francisco in den USA zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden sind in den Börsenmedien-Datenschutzbestimmungen zu finden.
Aktien-Reports
Weitere Artikel zum Thema
Offshore-Windparks boomen. Auch E.on setzt auf Windparks auf hoher See. Allerdings will der Energieriese die Kosten hierfür massiv senken. Der DAX-Konzern will dabei auf breiter Front sparen. Eine schlechte Nachricht für die Zulieferer wie Nordex oder Vestas, aber ein gute Nachricht für die Anleger von E.on....mehr |
E.on baut in Russland künftig auf Novatek statt auf Gazprom. Die russische Nummer 2 der Branche hat dem deutschen Branchenprimus offenbar bessere Konditionen angeboten. Das dürfte die Anleger des Düsseldorfer DAX-Konzerns freuen....mehr |
Versorger-Aktien galten lange Jahre als krisensichere Witwen- und Waisenpapiere. Das hat sich in den vergangenen Jahren deutlich geändert. Auch RWE-Anleger mussten dramatische Verluste verbuchen. Doch die entscheidende Frage lautet nun, wie es weiter geht. Bei den Analysten herrscht diesbezüglich große Uneinigkeit....mehr |
Die Aktie des Energieriesen E.on kämpft auch zu Beginn der neuen Handelswoche um die Marke von 13 Euro. Damit ist sie nach Ansicht der Analysten in etwa fair bewertet. Hat die Aktie tatsächlich weder Auf- noch Abwärtspotenzial?...mehr |
Gute Nachrichten aus dem hohen Norden für die RWE Tochter Dea. Das Öl- und Gasförderunternehmen des DAX-Konzerns hat eine begehrte Lizenz für die nordwestliche Barentsee erhalten. Anleger zeigen sich davon wenig beeindruckt. Zu Recht?...mehr |























