E.on und RWE: Konsortium will britische Atomtochter
Die zum Verkauf stehende britische Nukleartochter von E.on und RWE ist heiß begehrt. Laut einem Pressebericht hätten die deutschen Konzerne und die Londoner Regierung bereits intensive Gespräche mit zwei potenziellen Käufern geführt.
Ein Konsortium aus den staatlich gelenkten chinesischen Konzernen State Nuclear Power Technology und China Guangdong Nuclear sowie des japanischen Konzerns Toshiba forciert den Eintritt in Europas Energiemarkt. Nach einem Bericht der FTD hat die Firmengruppe bereits intensive Gespräche mit E.on, RWE und der britischen Regierung geführt. Noch ist allerdings nichts entschieden, die Anmeldefrist für die Bieter läuft bis zum15. Juni. Im Raum steht ein Kaufpreis von rund 500 Millionen Euro. Die deutschen Stromkonzerne hatten ihre Pläne zum Bau von Atomkraftwerken in Großbritannien aus Kostengründen im März ad acta gelegt.
Klare Einschätzung
Die Analysten der Commerzbank kommen zu einer eindeutigen Einschätzung, wenn es um die Aktien der deutschen Energieversorger geht. Während die Experten bei der E.on-Aktie Aufwärtspotenzial von über 20 Prozent sehen und zum Kauf raten, empfehlen sie die RWE-Aktie zu verkaufen. Das Kursziel sieht Analystin Tanja Markloff bei 29 Euro.

E.on bevorzugen
Auch DER AKTIONÄR sieht die Aktie von E.on vorne. Der Titel ist mit einem 2012er-KGV von 10, einem KBV von 0,8 sowie einer Dividendenrendite von rund sieben Prozent ein absolutes Schnäppchen und auf dem aktuellen Niveau gerade für langfristig orientierte Anleger interessant. Das Kursziel lautet 25 Euro. Die RWE-Aktie ist derzeit nur eine Halteposition.
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