E.on und RWE: Jetzt verkaufen?
Die Aktie des Energieriesen E.on hinkt dem DAX heute deutlich hinterher. Hintergrund ist eine Verkaufsempfehlung von Berenberg. Auch für den Konkurrenten RWE ist die Privatbank skeptisch. Sollten Anleger nun tatsächlich aus den deutschen Versorger-Aktien aussteigen?
Der Energieversorger E.on hat in den vergangenen Wochen reichlich Lob von den Analysten der großen internationalen Bankhäuser erhalten. Heute allerdings erhält der Konzern Gegenwind von der Analystenseite. Benita Barretto von Berenberg hat E.on von "Hold" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 20 auf 18,50 Euro gesenkt. Ihre neuen Gewinnerwartungen würden für das kommende Jahr ein Risiko von bis zu sechs Prozent für das operative Ergebnis und den Überschuss bedeuten.
Auch RWE verkaufen
Darüber hinaus ist die Berenberg-Analystin davon überzeugt, dass aufgrund des schwachen Umfelds eine Senkung der Ziele für 2015 mit dem nächsten Unternehmensupdate wahrscheinlich ist. RWE hatte Barretto bereits zuvor mit "Sell" bewertet. Daran hält die Analystin fest und senkt zugleich das Kursziel von 29 auf 28 Euro.

E.on bleibt attraktiv
DER AKTIONÄR teilt die Skepsis Barrettos zumindest in Bezug auf E.on nicht. Der deutsche Branchenprimus ist ein Top-Pick des europäischen Versorgersektors und ein klarer Kauf. Das Kursziel lautet weiter 24 Euro. Ein Stopp bei 14,50 Euro sichert ab.
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