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E.on und RWE: Jetzt klagt auch die Konkurrenz

Michael Herrmann

Nach E.on und RWE kämpft nun auch der schwedische Energieriese Vattenfall mit einer Verfassungsbeschwerde für eine Entschädigung wegen des vorzeitigen Atomausstiegs. Sollten die Klagen erfolgreich sein, winken den Kraftwerksbetreibern satte Zusatzeinnahmen.

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E.on und RWE haben bereits Verfassungsbeschwerde gegen den vorzeitigen Atomausstieg eingelegt. Nun hat auch der vor allem in Nord- und Ostdeutschland aktive Konkurrent Vattenfall nachgezogen. Allerdings wende sich die Verfassungsbeschwerde nicht direkt gegen die Energiewende, sondern gegen den entschädigungslosen Entzug der Betriebserlaubnis für die Problemmeiler Krümmel und Brunsbüttel.

Eingriff ins Eigentum

Der Entzug der Betriebserlaubnis ist laut Vattenfall ein Eingriff in das verfassungsrechtlich geschützte Eigentum. Eine mögliche Entschädigungssumme nennt der Konzern allerdings nicht. Sollte Karlsruhe der Beschwerde stattgeben, könnte das Unternehmen die Bundesrepublik vor einem Zivilgericht auf Schadenersatz fordern. Dies gilt auch für E.on und RWE.

Chance auf Milliardeneinnahmen

Sind die Kraftwerksbetreiber mit ihren Klagen erfolgreich, dürfen sie sich über satte Zusatzeinnahmen freuen. Allein E.on beziffert den Schaden durch den vorzeitigen Atomausstieg auf mindestens acht Milliarden Euro. Über die Erfolgaussichten der Klagen wird aber selbst unter Experten heftig gestritten. Unabhängig davon ist E.on weiterhin ein Kauf mit Kursziel 20 Euro. RWE bleibt dagegen eine Halteposition.

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