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E.on und RWE: Deutsche Bank hat einen klaren Favoriten

Michael Herrmann

Die Aktien der Energieversorger E.on und RWE werden häufig immer noch nahezu gleich eingeschätzt. Zu Unrecht, denn die Rahmenbedingungen haben sich deutlich verändert. Zudem hat E.on in den vergangenen Monaten einen deutlich besseren Job gemacht. Das sieht auch die Deutsche Bank so.

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Die Deutsche Bank hat die E.on-Aktie auf ihre "Key Call List" aufgenommen. Analyst Alexander Karnick gibt weiter ein Kursziel von 21 Euro aus. Für den Konkurrenten RWE ist er deutlich skeptischer. Bei Deutschlands zweitgrößtem Energieversorger hat Karnick das Kursziel von 33 auf 31 Euro gesenkt. Insgesamt sei die RWE-Aktie damit nur eine "Hold"-Position.

Größere Fortschritte beim Konzernumbau

Während E.on bereits einen Großteil der geplanten Beteiligungsverkäufe abgeschlossen hat, ist bei RWE davon nach Ansicht der Deutschen Bank nicht viel zu sehen. Zudem dürfte es RWE unter den derzeitigen Marktbedingungen schwer fallen, aus Anteilsverkäufen die angestrebten sechs Milliarden Euro zu erlösen. Dementsprechend seien Kapitalmaßnahmen oder Dividendenkürzungen weiterhin möglich.

Besser verhandelt und besser bewertet

Positiv wertet Karnick bei E.on auch, dass der Konzern bereits alle defizitären Gasverträge neu verhandelt hat. Auch hier ist bei RWE noch wenig zu sehen, weshalb die alten Lieferverträge weiter belasten. Zu guter Letzt spreche auch die Bewertung E.on, zumal sich die RWE-Aktie seit Jahresanfang bereits überdurchschnittlich entwickelt hat.

Zu Recht Favorit

DER AKTIONÄR bevorzugt unter den Aktien der großen deutschen Energieversorger ebenfalls E.on. Wie schon in Ausgabe 35/12 geschildert, hat der Branchenprimus seine Aufgaben tatsächlich besser erledigt als RWE. Vor allem die genannten Fortschritte bei der Umstrukturierung sowie bei den Gaslieferverträgen zeigen, dass E.on-Chef Johannes Teyssen konsequent agiert und über großes Verhandlungsgeschick verfügt. Die E.on-Aktie hat Luft bis 24 Euro. Der Stoppkurs lautet weiterhin 14,50 Euro.

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