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E.on-Aktie: Zu teuer?

Michael Herrmann

Die Aktie des Energieriesen hat in den vergangenen Wochen kräftig zugelegt. Zu viel, zumindest nach Ansicht von Kepler. Auch die US-Investmentbank Morgan Stanley traut der Aktie nicht viel zu. Ist die Skepsis der Analysten in Bezug auf die Aktie des DAX-Schwergewichts berechtigt?

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Analyst Ingo Becker von Kepler hat die Einstufung für E.on von "Hold" auf "Reduce" gesenkt. Der zuletzt gestiegene Euro senke die Kohlekosten, was sich wiederum negativ auf die daran gebundenen Strompreise auswirken dürfte. Allerdings dürfte der Einfluss auf die E.on-Aktie begrenzt sein. Die Abstufung habe vielmehr mit der starken Kursentwicklung zu tun, in deren Folge das Kurzsiel von 17 Euro überschritten wurde.

Ausreichend bewertet

Die US-Investmentbank Morgan Stanley ist nicht ganz so skeptisch und stuft weiter auf "Equal-weight" ein. Laut Analyst Bobby Chada hat E.on-Chef Johannes Teyssen in Bezug auf das Selbsthilfepotenzial des Energiekonzerns überzeugende Aussagen getätigt. Der Blick auf einige kleinere Geschäftsbereiche bereite ihm aber Sorgen. Insgesamt sei die Aktie ausreichend bewertet.

Übertriebene Skepsis

DER AKTIONÄR teilt die Skepsis der jüngsten Analystenkommentare nicht. Kohle spielt bei E.on, wie Kepler-Analyst Becker richtigerweise sagt, eine geringe Rolle im Energiemix. Angesichts eines einstelligen KGVs und einer Dividendenrendite von über fünf Prozent kann von ausreichender Bewertung nicht gesprochen werden. Das Kursziel lautet weiter 24 Euro, der Stoppkurs 14,50 Euro.

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