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E.on-Aktie: Zu Recht unter Druck?

Michael Herrmann

In Deutschland muss der Energieriese E.on aus der Atomenergie aussteigen. In Finnland plant der Düsseldorfer Konzern dagegen freiwillig den Rückzug aus einem Kraftwerksprojekt. Anleger freut das wenig. Die Aktie zählt heute zu den größten Verlierern im DAX. Zu Recht?

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Die Durstrecke der E.on-Aktie hält auch heute an. Mit einem Minus von bis zu zwei Prozent ist sie heute Schlusslicht im deutschen Leitindex. Die Nachricht, dass der größte Energieversorger E.on aus dem Konsortium Fennovoima aussteigen will kam offenbar nicht gut an. Hinter Fennovoima steckt der geplante Bau eines neuen Atomkraftwerks in Finnland. E.on ist über seine finnische Tochter mit 34 Prozent an dem Konsortium beteiligt.

Vier bis sechs Milliarden Euro Gesamtkosten

Nun sucht das Konsortium nach einem neuen Investor. Neben E.on zählen zu dem Konsortium auch der Stahlkonzern Outokumpu sowie der Einzelhändler Kesko und Töchter des schwedischen Metallkonzerns Boliden beteiligt. Experten schätzen diese Gesamtkosten für den Bau des Atommeilers auf vier bis sechs Milliarden Euro geschätzt.

Einschätzung unverändert

Der Ausstieg aus dem finnischen Kraftwerksprojekt ist neutral zu bewerten. Zwar ist E.on nicht mehr an einem eventuellen Erfolg des Projekts beteiligt. Andererseits werden aber auch milliardenschwere Ausgaben vermieden, wodurch sich die Finanzsituation verbessert. Die Einschätzung, dass Anleger die Schwäche zum Kauf nutzen sollten, gilt daher weiterhin. Das Kursziel lautet unverändert 24 Euro.

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