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E.on-Aktie: Im Kreuzfeuer der Analysten

Michael Herrmann

Die Aktie des Energieversorgers E.on zieht auch heute wieder großes Interesse auf sich. Gleich reihenweise hagelt es Neueinschätzungen der Analysten. Dabei gab es gleich reihenweise Kurszielsenkungen, teilweise sogar drastisch.

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Die Deutsche Bank hat die Aktien von E.on nach den gestern präsentierten Zahlen und Aussagen auf einer Investorenkonferenz auf "Sell" mit einem Kursziel von 13 Euro belassen. Die neue Prognose des Versorgers habe insgesamt im Rahmen der Erwartungen gelegen, schrieb Analyst Alexander Karnick in einer am Donnerstag vorgelegten Studie. Auf dem Strommarkt habe sich die Lage weiterhin nicht gebessert. Die Aktie sei daher immer noch zu teuer bewertet.

NordLB senkt Kursziel

Die NordLB hat das Kursziel für E.on von 15 auf 13 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Halten" belassen. Die vorläufige Quartalsbilanz des Versorgers hätte weitgehend im Rahmen der Markterwartungen gelegen, der Ausblick sei aber noch getrübt, schrieb Analyst Heino Hammann in einer Studie vom Donnerstag. Die Energiewende habe die Anzahl der Baustellen bekanntermaßen vervielfacht. Zumindest habe der Vorstand nun aber die richtigen Weichen gestellt.

11 statt 15 Euro

Independent Research hat die E.on-Aktie nach Zahlen von "Halten" auf "Verkaufen" abgestuft und das Kursziel von 15 auf 11 Euro gesenkt. Der Versorger habe im Geschäftsjahr 2012 beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sowie beim bereinigten Nettoergebnis die eigenen Ziele zwar erreicht, seine Erwartungen jedoch verfehlt, schrieb Analyst Sven Diermeier in einer Studie vom Donnerstag. Auch die neuen Ziele für 2013 blieben hinter seinen Erwartungen zurück.

Erwartungen verfehlt

Die US-Bank Citigroup hat das Kursziel von 12,00 auf 11,50 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Sell" belassen. Die mittelfristigen Gewinnschätzungen des Marktes dürften rasch sinken, schrieb Analystin Sofia Savvantidou. Allerdings sollte der Fokus sich nun verstärkt auf die Bilanzkennziffern des Versorgers sowie die Konzernstrategie richten. Hier habe E.on ihre Erwartungen in puncto Investitionskürzungen verfehlt, da das Management offenbar nach wir vor attraktive Gelegenheiten sehe - und das trotz eines negativen Cashflows, einer niedrigeren Dividende und nicht immer perfekt verlaufener Akquisitionen in der Vergangenheit.

Nicht wettbewerbsfähig

Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für E.on von 12 auf 11 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Underweight" belassen. HSBC-Analyst Adam Dickens habe nach dem Strategieausblick des Energiekonzerns und angesichts der schwachen Energiepreise seine Schätzungen gesenkt. Zudem gebe es mit Blick auf die Bundestagswahl im Herbst politische Risiken, und die Energiekosten in der Eurozone seien im Vergleich zu den USA nicht wettbewerbsfähig.

Belastende Stimmung

DER AKTIONÄR hat sich bereits heute Morgen zu den neuen Zahlen und Aussagen des Energieversorgers geäußert. Diese Einschätzung wird durch die noch skeptischere Stimmung der Analysten bestätigt. Auch wenn die langfristigen Perspektiven stimmen und die Bewertung attraktiv ist, sollten Anleger die weitere Entwicklung vorerst von der Seitenlinie aus beobachten.

Mit Material von dpa-AFX

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