E.on-Aktie: Doppeltes Aufsehen
Die Aktie des Energieriesen E.on ist heute wieder besonders im Fokus der Anleger. Dafür sorgen unter anderem zahlreiche Wechsel an der Betriebsratsspitze. Zudem hat der DAX-Konzern den Rückbau des Atomkraftwerks Unterweser beantragt. Was heißt das für die Anleger?
Großes Stühlerücken bei E.on: An der Spitze des Konzernbetriebsrats hat es mehrere Wechsel gegeben. "Ich bin abgewählt worden", sagte der bisherige Betriebsratschef Hans Prüfer der Nachrichtenagentur Reuters. Darüber hinaus seien seine drei Stellvertreter zurückgetreten. Nur einer davon wurde wiedergewählt. Prüfers Nachfolger ist der bisherige Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats von E.on IT, Michael Mittmann.
Rückbau von Unterweser beantragt
Auch in Sachen Atomausstieg gibt es Neuigkeiten. So hat E.on beim niedersächsischen Umweltministerium den Rückbau des Atomkraftwerks Unterweser beantragt, das im Zuge des vorgezogenen Atomausstiegs stillgelegt werden soll. Allerdings wird es aufgrund der strengen gesetzlichen Vorgaben wohl noch rund vier Jahre dauern, bis die Genehmigung durch ist. Auch die Stilllegung selbst wird noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

Aktie bleibt ein Kauf
Beide Meldungen sind für Anleger eher zweitrangig. Dass stillgelegte Atomkraftwerke zurückgebaut werden ist üblich und daher keine Überraschung und der Wechsel im Betriebsrat dürfte nichts am Sparplan des Konzernchefs Johannes Teyssen ändern. Das Kursziel für die Aktie des größten deutschen Energieversorgers lautet somit weiter 24 Euro, der Stoppkurs 14,50 Euro.
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