E.on-Chef Johannes Teyssen bastelt weiter fleißig am Umbau des Energieriesen. Medienberichten zufolge will sich der DAX-Konzern von seinem Mehrheitsanteil an der Regionaltochter E.on Westfalen-Weser trennen. Sollte sich Anleger von ihren E.on-Anteilen trennen.
Nachdem sich E.on gestern mit den Gewerkschaften auf die Streichung tausender Stellen geeinigt hat, steht bereits wieder der Verkauf von Unternehmensteilen zur Disposition. Wie das Westfalen-Blatt berichtet, will sich der Energiekonzern E.on von seiner Regionaltochter E.on Westfalen-Weser trennen, an der er bisher mit 67 Prozent beteiligt ist. Den 36 Kommunen, die zusammen einen Minderheitsanteil von 37 Prozent besitzen, soll ein Rückkaufangebot unterbreitet werden.
Umsatz von über 600 Millionen Euro
E.on Westfalen-Weser ist 2003 aus der Fusion dreier regionaler Energieversorger entstanden. In Ostwestfalen-Lippe und im südlichen Niedersachsen betreibt die Regionalgesellschaft ein Netz aus 31.000 Kilometer Strom- und 4.000 Kilometer Erdgasleitung. Hinzu kommen 2.400 Kilometer Wasserleitungen. E.on Westfalen-Weser erzielte 2010 einen Umsatz von 627 Millionen Euro und beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiter.
Wichtiger Schritt
Der mögliche Verkauf der Regionaltochter E.on Westfalen Weser zeigt einmal mehr, dass E.on längst kein träger Energieriese mehr ist. Vor allem seit Johannes Teyssen das Ruder in die Hand genommen hat, wird der Konzernumbau im Eiltempo vorangetrieben. E.on sollte dadurch in der Lage sein, die enormen Herausforderungen, vor denen deutsche Energieversorger stehen, zu meistern. Die Aktie bleibt ein Kauf. Das Kursziel lautet 22 Euro. Ein Stopp bei 13 Euro sichert ab.
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