E.on: Samba in Düsseldorf?
Um den vorzeitigen Atommausstieg in Deutschland zu kompensieren, setzt E.on unter anderem auf das Wachstumspotenzial der Emerging Markets. Neuesten Medienberichten zufolge erwägt der Düsseldorfer DAX-Konzern in Brasilien nicht nur Kraftwerke zu betreiben, sondern auch Gas zu fördern.
Nur wenige Monate nachdem sich E.on an dem brasilianischen Energieversorger MPX beteiligt hat, hegt der deutsche Energieriese offenbar Pläne, zusammen mit dem brasilianischen Unternehmer Eike Batista Gas zu fördern. "Wir werden uns die Einladung von Eike Batista anschauen, ob wir auch auf diesem Feld als ergänzende Aktivität zusammenkommen können", sagte E.on-Chef Johannes Teyssen der Financial Times Deutschland. Auch weitere Übernahmen seien möglich: "Wir haben die Augen in alle Richtungen offen."
Investitionen im dreistelligen Millionenbereich
Hintergrund der Pläne sei, dass im Norden Brasiliens bedeutende Vorkommen entdeckt wurden. Die Energie dieser Gasfelder könnte laut Teyssen unmittelbar von einem gemeinsamen Kraftwerk von E.on und MPX verstromt werden. Die beiden Unternehmen hätten hierzu bereits eine gemeinsame Tochtergesellschaft gegründet. Insgesamt werde E.on zukünftig jedes Jahr einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag in Brasilien investieren.

E.on bleibt erste Wahl
Ein Einstieg in den brasilianischen Gasmarkt wäre ein aussichtsreicher Schritt. Das Land ist geprägt von einem rasant wachsenden Energiehunger. Mit ersten Rückflüssen aus dem Gemeinschaftsunternehmen mit Batista ist allerdings erst ab 2014 zu rechnen. Insgesamt bleibt E.on der Top-Pick unter den deutschen Energieversorgern. Das Kursziel lautet weiter 25 Euro. Ein Stopp bei 14,50 Euro sichert ab.
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