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E.on: Pleite-Prognose für Solarworld, Q-Cells, Conergy und Co

Florian Söllner

Harte Worte: Ein E.on-Manager sieht die komplette deutsche Solarbranche verschwinden. Der Kostenvorteil chinesischer Hersteller sei einfach zu groß. Doch es gibt Ausnahmen.

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Dass die alten Versorger keine Freunde der Solarbranche sind, (E.on und RWE "hassen Solar") ist kein Geheimnis. Doch so deutlich wurde selten gegen die unliebsame Energie-Konkurrenz geschossen. "Die deutsche Solarindustrie ("manufactoring industry") wird innerhalb von fünf Jahren verschwinden", wird E.on-Manager Klaus-Dieter Maubach von Bloomberg zitiert. "Dann wird kein einziger Arbeiter mehr bei einem deutschen Solarhersteller arbeiten. Alle werden Bankrott sein". Die Begründung von Maubach ist nicht neu. Chinesische Anbieter würden Mengenvorteile haben und zudem mittlerweile über die modernsten Fabriken verfügen. Tatsächlich rangiert in einem neuen Ranking der zehn größten Solarmodulhersteller der Welt mit Solarworld (Platz 10) nur noch eine deutsche Firma.

E.on überspitzt

Doch Maubach hat nur teilweise recht. Hier scheint auch der Wunsch der Vater des Gedankens. Er vergisst, zu differenzieren. Sicher ist, dass Massenprodukte wie reine Solarzellen künftig nur noch in (chinesischer) Massenproduktion rentabel herzustellen sind. Doch gleichzeitig werden in Europa viele Nischenanbieter entstehen, die individuell angepasste Module für die Fassaden- und Dachintegration herstellen. Auch kann es etwa Solarworld überleben, indem der Konzern - wie schon teilweise geschehen - Teile der Wertschöpfungskette im Ausland produzieren lässt und sich auf die Endmontage des fertigen Systems (inklusive Speichertechnologie etc) konzentriert. Zumindest bis 2016 hat Solarworld noch finanzielle Luft. (siehe auch neuen DAF-Interview).

Welche Solarfirmen tatsächlich akut bedroht sind, können Sie in der hier aktualisierten "Solar-Todesliste" nachlesen.

Heute US-Entscheidung

Solarworld ("Da ist der Rebound") hat sich zuletzt sogar erholt. Spannend wird die heute in den USA anstehende Entscheidung, ob Strafzölle gegen China-Hersteller verhängt werden. Eine langfristige Lösung wäre das nicht. Doch kurzfrisitg könnte dies Solarfirmen mit Fabriken in den USA - wie Solarworld - helfen. Barack Obama hatte bereits klar gemacht, er wolle künftig auf im eigenen Land produzierte Module setzen.

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