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E.on: Operation Attacke

Michael Herrmann

E.on-Chef Johannes Teyssen geht erneut in die Offensive. Im Gespräch mit der Bild-Zeitung fordert er staatliche Unterstützung. An den steigenden Strompreis sei schließlich vor allem der Staat schuld. Zur Energiewende gebe es dennoch keine Alternative.

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Johannes Teyssen hat in der Vergangenheit schon öfter mit markanten Aussagen Aufsehen erregt. Im Gespräch mit der BILD-Zeitung hat er nun erneut kräftig ausgeteilt. Vor allem die Politik bekommt ihr Fett weg. Angesprochen auf die seit 2006 um 30 Prozent gestiegenen Strompreise sagte Teyssen: "Zugelegt hat vor allem der Staatsanteil, der inzwischen bei rund 45 Prozent liegt."

"Sozialsystem muss einspringen"

Zum Erfolg der Energiewende gebe es keine Alternative. Für den Unmut der Bevölkerung zeigte Teyssen Verständnis. Gleichzeitig forderte er die Politik zum Handeln auf. "Die Energiewende darf Strom nicht zum Luxusgut, zum Spaltgraben der Gesellschaft machen. Wird der Energieumbau zu teuer, dann muss das Sozialsystem einspringen und die Mehrbelastung für einkommensschwache Haushalte abfedern", sagte der E.on-Chef.

Einschätzung bestätigt

Mit seinen Aussagen hat Konzernchef Teyssen einmal mehr Aufsehen erregt. An der Situation des Energieversorgers hat sich dadurch allerdings nicht geändert. E.on ist eine der attraktivsten Versorger-Aktien Europas. Das Kursziel lautet 25 Euro. Ein Stopp bei 14,50 Euro sichert ab.

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