Norbert Sesselmann

Der Energiekonzern E.on hat nach Bekanntgabe der Zahlen die unterschiedlichsten Reaktionen hervorgerufen. Die Einschätzungen der Analysten sind uneinheitlich wie schon zuvor. Charttechnisch ergibt sich aber ein interessantes Bild.
E.on hat gestern sein Ergebnis für das abgelaufene Jahr präsentiert. Für das laufende Geschäftsjahr hält der Energieversorger bei seinem Ziel eines stabilen bereinigten Konzernüberschusses Abweichungen in beide Richtungen für möglich. Ein Ergebnis auf Vorjahresniveau könne in einer Spanne von drei Prozent unter bis drei Prozent über dem 2009 erzielten Wert liegen, so der Finanzvorstand.
Underperform
Cheuvreux hat den Energieriesen nach einer Analystenkonferenz auf „Unterperform" mit einem Kursziel von 24,00 Euro belassen. Die Veranstaltung mit dem Management habe keinen Grund für Optimismus geliefert, so die Experten. Der Ausblick des Energiekonzerns sei enttäuschend und biete wenig Spielraum für Prognosesteigerungen. Zudem sei die Aktie unattraktiv bewertet.
Neutral
JP Morgan und Credit Suisse haben ihre Einstufung auf „Neutral" belassen. Die französischen Experten sehen die Aktie mit 27,00 Euro fair wertet. Die vom Versorger nach unten korrigierten Unternehmensprognosen für 2010 seien erwartet worden, schrieb die Credit Suisse. JP Morgen glaubt, dass die Aktie des Energieversorgers einen Teil ihrer Verluste seit Jahresbeginn wieder aufholen wird. Die mittelfristigen Wachstumsaussichten sind jedoch alles andere als aufregend.
Buy
Die UBS ist dagegen für die Aktie etwas positiver gestimmt. Die Analysten haben nach Zahlen ihre Einstufung auf „Buy" belassen und ein Kursziel von 32,00 Euro angegeben. Auch wenn die Ergebnisse und Prognosen des Energiekonzerns die Markterwartungen etwas verfehlt haben, ist mit keinen größeren Risiken mehr zu rechnen.

Charttechnisch vor Kaufsignal
Wie schon gestern berichtet, bleibt DER AKTIONÄR bei seiner positiven Einschätzung. Charttechnisch präsentiert sich die Aktie in einem vielversprechenden Zustand. Das Wertpapier hat in den letzten Wochen einen idealtypischen technischen Doppelboden (W-Formation) herausgebildet. Nach einem signifikanten Bruch der Widerstandszone bei 27,30 Euro, ist mit einem weiteren dynamischen Anstieg bis 29,50 Euro zu rechnen. Ein Stoppkurs bei 25,50 Euro sichert die Position ab.