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E.on: Favoritenrolle

Michael Herrmann

E.on hat portugiesischen Medienberichten zufolge gute Karten im Rennen um den Einstieg beim portugiesischen Stromriesen EdP. Der deutsche Branchenprimus soll demnach einer der beiden Favoriten beim Verkauf der Beteiligung des portugiesischen Staates sein.

Nach Informationen des Wirtschaftsblatts Jornal de Negocios hat sich der EdP-Verwaltungsrat am Dienstag in Lissabon für die Offerten des Düsseldorfer Versorgers und des chinesischen Wasserkraft-Erzeugers Three Gorges ausgesprochen. Der Sieger der Ausschreibung wird mit einem Kapitalanteil von 21,35 Prozent Hauptaktionär von EdP. Ingesamt haben zum Ablauf der Frist am vergangenen Freitag vier Bewerber ein Angebot abgegeben.

Nicht nur der Preis zählt

Das höchste Gebot habe Three Gorges eingereicht. Die Chinesen bieten dem Wirtschaftsblatt zufolge 2,7 Milliarden Euro. Etwas geringer seien die Preisvorschläge von E.on sowie der brasilianischen Eletrobras ausgefallen. Allerdings soll der Preis nicht das einzige Verkaufskriterium sein. Die liberal-konservative Regierung will bereits Ende nächster Woche eine Entscheidung treffen.

Kein Kauf

EdP gilt wegen seiner starken Stellung in Brasilien und des hohen Anteils an regenerativen Energien als attraktiver Energieversorger. Angesichts der immensen Probleme, die E.on in anderen südeuropäischen Ländern hat, wäre ein Zuschlag für EdP dennoch mit Vorsicht zu genießen. Aktuell ist die Aktie kein Kauf.

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