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E.on: Es geht voran – aber nicht bei den Analysten

Michael Herrmann

Der Konzernumbau bei E.on macht weitere Fortschritte. Gestern Abend haben die interessierten Kommunen einem Kauf der thüringischen Regionaltochter E.on Thüringer Energie mit breiter Mehrheit zugestimmt. Für Gegenwind sorgen derweil nach wie vor die Analysten.

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Es ist geschafft: der Weg für die Übernahme des Regionalversorgers E.on Thüringer Energie AG durch die Kommunen ist so gut wie frei. Auf einer Mitgliederversammlung des dafür gegründeten kommunalen Energiezweckverbandes (KET) stimmten am Dienstag in Erfurt die Verbandsmitglieder den Kaufverträgen zu. Die Zustimmung zu den Verträgen habe bei 98,7 Prozent gelegen.

Landesverwaltungsamt muss noch zustimmen

Noch gibt es allerdings einige Hürden wie die Genehmigung des Großprojekts mit einem Volumen von 946 Millionen Euro durch das Landesverwaltungsamt. Die Landesregierung erklärte die lange umstrittene Übernahme von E.on-Anteilen durch die Kommunen für genehmigungsfähig. In einem ersten Schritt wollen die im Verband zusammengeschlossenen Kommunen 43 Prozent der E.on-Anteile übernehmen. Sie würden dann auf 46,1 Prozent aufgestockt, sagte Rostek. Der Kaufpreis betrage rund 546 Millionen Euro. Hinzu käme bei der Finanzierung des Projekts die Übernahme eines E.on-Darlehens von rund 400 Millionen Euro.

Weiterer Restrukturierungsbedarf

Die Privatbank Berenberg hat E.on derweil mit "Sell" und einem Kursziel von 11,60 Euro wieder in die Bewertung aufgenommen. Analyst Lawson Steele sieht in einer Branchenstudie vom Mittwoch für europäische Energiekonzerne weiteren Restrukturierungsbedarf. Zudem seien die Gewinnerwartungen des Marktes nach wie vor zu hoch. Die Dividenden sollten allerdings weitgehend stabil bleiben: Lediglich E.on und Verbund dürften diese 2013 senken. Auch nach den umfangreichen Selbsthilfemaßnahmen hänge die Geschäftsentwicklung von E.on von den trüben Perspektiven im europäischen Strommarkt ab.

Kurzfristig kein Kauf

DER AKTIONÄR hat den eingeschlagenen Restrukturierungskurs des Energieriesen bereits mehrfach begrüßt. Dass der verkauf der thüringischen Regionaltochter die Zustimmung der KET findet war aber zu erwarten. Die anhaltend negativen Analystenkommentare dürften an der Börse schon eher eine Rolle spielen und kurzfristig genauso belasten wie das angespannte Chartbild.

Mit Material von dpa-AFX

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