Norbert Sesselmann

Der Energiekonzern E.on hat im Krisenjahr 2009 einen leichten Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Der Umsatz ist um sechs Prozent auf 82 Milliarden Euro zurückgegangen. Damit hat der Konzern die Erwartungen der Analysten verfehlt.
E.on hat wie berichtet heute seine Bücher geöffnet. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen liegt mit 13,5 Milliarden rund ein Prozent über dem Vorjahreswert. Unter dem Strich stand zwar ein deutliches Plus des Überschusses von 1,6 auf 8,6 Milliarden Euro, dies lag aber daran, dass das Vorjahr durch Milliardenabschreibungen belastet war.
Gasgeschäft vermiest Ergebnis
Vor allem ein schwaches Geschäft der Gastochter Ruhrgas sowie Einbußen in Großbritannien und Skandinavien machten E.on zu schaffen. Das um diese Effekte bereinigte und für die Dividendenberechnung wichtige Nettoergebnis sank um 4,89 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Die Ausschüttung soll mit 1,50 Euro je Aktie konstant bleiben.
Verhaltener Ausblick
Wegen der Auswirkungen der Wirtschaftskrise gab E.on nur einen vorsichtigen Ausblick. Der Vorstand rechnet lediglich damit, dass das EBIT in diesem Jahr im Vergleich zu 2009 stagniert oder bestenfalls um drei Prozent steigt. Für das Jahr 2011 bleibt E.on eine konkrete Prognose komplett schuldig. Ein verlässlicher Ausblick sei aufgrund von "Ungewissheiten hinsichtlich der wirtschaftlichen, währungsbezogenen, regulatorischen, technischen und wettbewerbsbezogenen Entwicklung" derzeit nicht möglich, so die Unternehmensführung.

Trotzdem dableiben
DER AKTONÄR ist langfristig für die Aktie weiterhin positiv gestimmt. Durch die satte Dividendenrendite von fast sechs Prozent sollte das Rückschlagspotenzial deutlich begrenzt sein. Zwar hat das Unternehmen weniger verdient, aber mit seinem stabilen Geschäftsmodell und dem weltweit steigenden Energiebedarf ist E.on in den nächsten Jahren bestimmt für die eine oder andere Überraschung gut.