E.on: Bayern und Ungarn im Fokus
Der Energieriese E.on befindet sich mitten in einem massiven Umbau. Das Bayern-Geschäft soll umbenannt und möglicherweise verkauft werden. Die Geschäftstätigkeiten in Ungarn stehen offenbar bereits kurz vor dem Verkaufsabschluss. Ein sinnvoller Schritt?
Der Energiekonzern E.on will laut dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel seine bayerische Tochtergesellschaft in Bayernwerk umbenennen. Zudem würden Politiker des Wirtschaftsministeriums und Top-Manager des Energie-Konzerns damit rechnen, dass der Umbenennung sich mittelfristig auch der Teilverkauf des bayerischen Geschäfts folgt. Für E.on wäre dies ein enormer Schritt, schließlich ist die bayerische E.on-Tochter die größte in Deutschland.
Ungarn-Geschäft vor Verkaufsabschluss
Auch die Aktivitäten in Ungarn stehen offenbar vor einem massiven Wandel. Der ungarische Premierminister Viktor Orban will laut der Nachrichtenagentur MIT die Ungarn-Geschäfte des deutschen Energiekonzerns E.on kaufen. Ein entsprechender Deal stehe unmittelbar bevor. Völlig überraschend käme ein Verkauf allerdings nicht.
Keine große Überraschung
E.on hatte 2005 das Gasgeschäft des ungarischen Energiekonzerns MOL gekauft. Bereits im Jahr 2010 sicherte sich die frühere sozialistische Regierung eine Kaufoption für die Tochter E.on Földgáz Trade. Zudem hat Premierminister Orban mehrfach betont, dass er Schlüsselindustrien wieder verstaatlichen will. Einfach wäre ein Kauf für den ungarischen Staat allerdings nicht, schließlich ist Ungarn das am höchsten verschuldete Land der osteuropäischen EU-Mitglieder.

Sinnvoller Schritt
Für E.on wäre ein Verkauf angesichts der massiven finanziellen und wirtschaftlichen Probleme des südosteuropäischen Landes sinnvoll. Zudem will der Energieversorger bis Ende 2013 mindestens noch weitere 2,5 Milliarden Euro frisches Kapital durch den Verkauf von Beteiligungen einnehmen. Diesem Ziel käme man ein gutes Stück näher. Der Umbau des Bayerngeschäfts ist dagegen noch Zukunftsmusik und für Anleger zunächst kaum von Bedeutung. Die E.on-Aktie bleibt somit ein Favorit des Sektors. Das Kursziel lautet 24 Euro. Ein Stopp bei 14,50 Euro sichert ab.
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