E.on: Auf nach Brasilien
Kaum hat E.on den Bieterwettstreit um den portugiesischen Konkurrenten EdP verloren, schaut sich der deutsche Energieriese bereits nach Alternativen um. Dabei ist er offenbar in Brasilien fündig geworden. Eine sinnvolle Strategie?
Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters will sich E.on für umgerechnet rund 421 Millionen Euro mit zehn Prozent am brasilianischen Energieversorger MPX Energia beteiligen. E.ON und MPX wollen demnach ein Gemeinschaftsunternehmen gründen und rund acht Milliarden Euro in neue Kraftwerke investieren.
Keine Überraschung
Die Unternehmen lehnten eine Stellungnahme ab. Eine Beteiligung an MPX wäre aber keine Überraschung. E.on-Chef Johannes Teyssen hat in der Vergangenheit bereits erwähnt, dass Brasilien bei den Expansionsplänen eine wichtige Rolle spiele. MPX verfügt in Brasilien über Lizenzen zum Bau von Kraftwerken mit einer Kapazität von 8.900 Megawatt. Ein Teil dieser Lizenzen soll auf das neue Gemeinschaftsunternehmen übergehen.

Aktie bleibt ein Kauf
Sollte sich E.on tatsächlich an MPX beteiligen, dürfte man sich über den gescheiterten Beteiligungsversuch an der portugiesischen EdP nicht länger ärgern. Brasilien ist ein deutlich attraktiverer Wachstumsmarkt als Portugal. Die E.on-Aktie bleibt somit ein Kauf mit einem Kursziel von 22 Euro. Ein Stopp bei 13 Euro sichert ab.
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