E.on: Aktie unter Strom
Der Kursverlauf hatte es angedeutet: Beim Versorger E.on stehen positive Neuigkeiten an. Heute gibt es sie gleich doppelt. Zum einen hat man sich mit Gazprom bei langfristigen Gasverträgen geeinigt, zum anderen wurde die Jahresprognose angehoben.
Wie E.on vor der Mittagspause mitgeteilt hat, sieht die Einigung mit Gazprom eine rückwirkende Anpassung der Preiskonditionen für den Zeitraum seit dem vierten Quartal 2010 vor. Dies wird sich in der Halbjahresbilanz des Konzerns mit etwa einer Milliarde Euro positiv auswirken.
Guidance nach oben
Daraus resultiert auch die neue Prognose des Versorgers. Das Unternehmen rechnet jetzt mit einem um 800 Millionen Euro höheren EBITDA zwischen 10,4 und 11,0 Milliarden Euro. Der nachhaltige Konzernüberschuss soll zwischen 4,1 und 4,5 Milliarden Euro ausfallen und damit noch deutlicher über der bisherigen Guidance von 2,3 bis 2,7 Milliarden Euro. Hier machen sich auch Einmaleffekte im Steuer- und Zinsergebnis sowie eine insgesamt geringere Steuerquote auf das Betriebsergebnis positiv bemerkbar.

Starke Performance
Die Nachrichten untermauern di gute Kursentwicklung in den jüngsten Wochen. Charttechnisch betrachtet hat die Aktie noch Luft bis 18,60 Euro, dort könnte es aber erst einmal zu einer Konsolidierung kommen. Auf Sicht von einem halben Jahr sind Kurse von 20 Euro möglich.
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