Steffen Eidam
Der Handelskonzern hat die Erwartungen im ersten Quartal erfüllt. Das lag nicht zuletzt am starken Weihnachtsgeschäft. Für das laufende Geschäftsjahr fasst die Firmenleitung sowohl Zu- als auch Verkäufe ins Auge. Douglas wird weiter wachsen.
Der Handelskonzern Douglas ist gut aus den Startlöchern gekommen. Im Auftaktquartal 2009/10, das bei den Hagenern von Oktober bis Dezember geht, stieg der Umsatz in Deutschland um 1,6 Prozent an, auf Konzernebene lag das Plus immerhin bei 0,7 Prozent oder 1,13 Milliarden Euro. "Wir sind in Anbetracht des schwierigen Umfeldes recht ordentlich in das neue Geschäftsjahr gestartet und mit dem Verlauf des ersten Quartals und des Weihnachtsgeschäfts nicht unzufrieden", sagte Vorstandschef Henning Kreke. Dabei konnte der Handelskonzern vor allem auf ein gutes Weihnachtsgeschäft bauen. Viele Wettbewerber klagten hingegen über ein schleppendes Geschäft - laut Einzelhandelsverband sanken die Weihnachtsumsätze insgesamt um 1,5 Prozent.
Gewinneinbruch 2008/09
Die Krise hat Douglas insbesondere im Ausland zu spüren bekommen. Insgesamt sank der Überschuss im abgelaufenen Geschäftsjahr um 35,3 Prozent auf 62,8 Millionen Euro. Mit einem Vorsteuergewinn (vor Sondereffekten) in Höhe von 128 Millionen Euro hat der Konzern seine eigene Prognose aber erfüllt. Der Umsatz stieg um 2,3 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Die Ausschüttung soll auf dem Niveau des Vorjahres bei 1,10 Euro verharren.

Käufe und Verkäufe im Auge
Aufgrund der Schwäche im Auslandsgeschäft erwägt Douglas im laufenden Geschäftsjahr 2009/10 die Schließung von 50 Märkten. Im Gesamtjahr peilt der Konzern einen Umsatzanstieg um bis zu zwei Prozent an. Das Vorsteuerergebnis soll 120 bis 130 Millionen Euro betragen. Douglas fasst Investitionen in Höhe von rund 120 Millionen Euro ins Auge, die sowohl in Neueröffnungen und Modernisierungen als auch in Übernahmen fließen sollen. "Wir halten die Augen offen und schlagen zu, wenn sich die Gelegenheit bietet", so Kreke.
Gesundes Wachstum
Zuletzt ist die Übernahmefantasie zwar abgeklungen, dennoch sollten Anleger die Douglas-Aktie im Auge behalten. Das Unternehmen ist solide aufgestellt und wächst stärker als der Markt. Das Kursziel des AKTIONÄRs mit Sicht auf zwölf Monate lautet 42 Euro, der Stoppkurs sollte bei 27,50 Euro platziert werden.