Martin Weiß
Seit Anfang Juni hat die Drillisch-Aktie rund 20 Prozent an Wert verloren, wobei sich die Talfahrt in den vergangenen 14 Tagen stark beschleunigt hat. Zum Wochenauftakt hat das Papier nun erstmals wieder ein Lebenszeichen von sich gegeben.
Mitte Juni hat DER AKTIONÄR auf die brandgefährliche charttechnische Situation bei Drillisch hingewiesen und für den Fall eines Trendbruchs Kurse von 4,20 Euro vorausgesagt. Drei Wochen später notiert der im TecDAX gelistete Mobilfunkprovider bei 4,36 Euro knapp über dem genannten Kursziel, nachdem zuvor das Februar-Tief bei 4,24 Euro getestet wurde. Am Montag schloss die Aktie nun erstmals seit Tagen mit einem kleinen Gewinn. Anleger sollten auf eine überfällige Erholung setzen, denn die Wachstumsstory bei Drillisch ist völlig intakt.
Schnelle Gewinne
Am 14. Juni schrieb DER AKTIONÄR: "Seit Mitte März befindet sich die Drillisch-Aktie im Abwärtstrend, wobei sich die Handelsspanne in den letzten paar Wochen auf zehn Prozent reduziert hat. In dieser Phase hat sich die Marke bei 4,80 Euro immer wieder als verlässliche Unterstützung erwiesen. Nach der jüngsten Kopfnuss der WestLB, die das Kursziel für Drillisch gesenkt hat, dürfte das Unterstützungsniveau erneut auf seine Stabilität hin getestet werden."

Am 24. Juni ist die Aktie unter die Unterstützung gefallen und hat in der Folgezeit bei hohen Umsätzen das Februar-Tief bei 4,24 Euro getestet. Dem erneuten Rückgang am vergangenen Freitag um in der Spitze vier Prozent, folgte zum Wochenauftakt ein kleiner Gewinn von 1,7 Prozent. Ob die Erholung nachhaltig ist, bleibt abzuwarten. Fakt ist: Aus technischer Sicht wäre sie überfällig, denn Drillisch ist stark überverkauft.
Setzt sich die Aufwärtsbewegung fort, könnte Drillisch zunächst bis in den Bereich um 4,80 Euro klettern, dort verläuft die erste nennenswerte Widerstandslinie. Spekulativ orientierte Anleger sollten eine erste Position aufbauen und mit einem engen Stopp bei 4,20 Euro absichern.