Martin Weiß
Drillisch meldet am 12. August die Zahlen für das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2010. An der Börse wird offenbar auf eine positive Überraschung spekuliert, der Aktienkurs schraubt sich schon seit Tagen in die Höhe.
Wie vom AKTIONÄR spekuliert, ist Drillisch über den Widerstand bei fünf Euro geklettert und hat damit den seit Mitte März gültigen Abwärtstrend geknackt. Verteidigt der TecDAX-Titel das aktuelle Niveau, ist mit einem weiteren zügigen Anstieg in Richtung 5,60 Euro zu rechnen und - sofern die Q2- und Halbjahreszahlen gut ausfallen - anschließend mit einem Angriff auf das Jahreshoch bei 6,04 Euro.
Das erwarten die Analysten
HSBC hat sich wie bereits am Mittwoch geschrieben, positiv zu Drillisch geäußert und als Kursziel sechs Euro genannt. Analyst Dominik Klarmann prognostiziert für Q2 einen Umsatzanstieg auf 89 Millionen Euro, einen Zuwachs bei den Margen auf 13,5 Prozent und ein EBITDA von 12 Millionen Euro.
Aufzeichnungen von Bloomberg zufolge beträgt die Konsensschätzung 86,05 Millionen Euro beim Umsatz und 12,2 Millionen Euro beim EBITDA.
Nicht mehr ganz so frisch, aber immer noch erwähnenswert ist die Einschätzung von Jochen Reichert von SES Research, der Drillisch Anfang Juli als "klare Kaufgelegenheit" eingestuft und dabei auf die starke Bilanz, den starken Cash-Flow und die Fokussierung auf das Discount-Segment hat.
Reichert und Klarmann sind aber nicht die einzigen Analysten, die in Drillisch ein attraktives Investment sehen.
100 Prozent positiv
Von den insgesamt sechs Analysten, die dem Unternehmen folgen (und in der Datenbank von Bloomberg auftauchen), empfehlen alle sechs die Aktie zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel beträgt 6,32 Euro, wobei SES mit 6,80 Euro das obere Ende markiert und HSBC, Kepler und Coba mit 6,00 Euro das untere Ende.
DER AKTIONÄR ist ebenfalls bullish und hat die Aktie bereits Anfang Juli zum Kauf empfohlen. Seither beträgt das Plus bereits rund 20 Prozent. Investierte Anleger sollten die Aktie halten und einen Stopp bei 4,20 Euro platzieren.
