Drägerwerk und Evotec im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau II
Die Wirtschaftswoche zieht die Stammaktie den Vorzugsaktien von Drägerwerk vor. Die Börse am Sonntag lobt die Fortschritte und Aussichten von Evotec.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Wirtschaftswoche gehen von Rekorden bei Umsatz und Gewinn der Drägerwerk AG & Co. KGaA im nächsten Jahr aus. Für dieses Jahr schätzen sie den Umsatz auf den Rekordwert von 2,3 Milliarden Euro und den Gewinn auf 120 Millionen Euro. Dabei haben die Zahlen für das zweite Quartal des laufenden Jahres mit rückläufigen Erlösen und Ergebnissen enttäuscht. Allerdings hat der Konzern auch erheblich mehr Geld für die Forschung ausgegeben, was sich langfristig rentieren sollte. Zudem sind die Werte für die eingegangenen Aufträge sowie den Auftragsbestand wieder gestiegen. Da die Gewinnspannen und die Eigenkapitalquote in den vergangenen Jahren gestiegen sind, sollten Anleger die zwar seltener, aber dennoch zu handelnde Stammaktie des auf Medizin- und Sicherheitstechnik spezialisierten Unternehmens kaufen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis für dieses Jahr beträgt 10 und für nächstes Jahr 8,5. Der Stoppkurs für die günstiger als die Vorzugsaktie notierte Stammaktie sollte bei 56,70 Euro gesetzt werden.

Die Börse am Sonntag: Evotec ist langfristig ausgezeichnet
Bei 2,95 Euro befindet sich seit März ein waagerechter Widerstand für den Aktienkurs von Evotec. Die Experten der Börse am Sonntag werten ein Überschreiten dieser Hürde als klares charttechnisches Kaufsignal, das auch durch fundamentale Erfolge untermauert würde. Das erste Kursziel wäre das Zwischenhoch von Januar vergangenen Jahres bei 3,48 Euro. Risikobereite Anleger sollten mit einem Stoppkurs bei 2,40 Euro einsteigen. Evotec hat sich auf die Erforschung und Entwicklung von Wirkstoffen spezialisiert. Dabei bietet der Konzern weltweit seine Dienstleistungen an. Jüngst erreichte das Biotechnologie-Unternehmen einen Meilenstein bei der Zusammenarbeit mit dem Schweizer Pharmakonzern Novartis, kurz zuvor einen in einer Kooperation mit Boehringer Ingelheim. Da große Pharmakonzerne seit einiger Zeit vermehrt Forschungsaufgaben an andere Konzerne auslagern, dürfte Evotec wachsen. Evotec schloss erst jüngst eine auf fünf Jahre angelegte Allianz mit der Bayer Pharma AG als neuem Partner. Trotz hoher Investitionen in die Forschungskapazitäten ist das EBIT im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Bei der Vorlage dieser Zahlen bestätigte der Vorstand zudem die Ziele für das Gesamtjahr. All das deutet auf ein tragfähiges Geschäftsmodell und einen nachhaltig profitablen Wachstumskurs hin. Außerdem sind die Zukunftsaussichten angesichts des Trends im Pharmasektor zur Auslagerung von Forschungsdienstleistungen vielversprechend, weshalb die Aktie ein aussichtsreiches Investment bleibt.
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