Drägerwerk mit Zahlen: Alles andere als träge
Drägerwerk hat im letzten Jahr kräftig verdient. Bei Umsatz und Gewinn erreichte der Medizintechniker Bestmarken und übertraf die Prognosen der Analysten. Für Verwirrung sorgt jedoch die Ankündigung einer Dividendenkürzung.
Das Medizintechnikunternehmen Drägerwerk hat im Geschäftsjahr 2011 neue Rekordwerte bei Umsatz und Ergebnis erreicht. Der Umsatz ist nach vorläufigen Zahlen um 3,6 Prozent gestiegen. Das EBIT verbesserte sich überproportional um fast elf Prozent, wodurch die EBIT-Marge von 8,9 Prozent auf 9,5 Prozent zulegte. Die Analysten hatten mit weniger gerechnet. Hier zur Meldung.
Gute Aussichten
Auch in diesem Jahr soll es weiter nach oben gehen. Das Unternehmen will mindestens so schnell wachsen wie die Weltwirtschaft und eine EBIT-Marge zwischen 8,0 und 9,5 Prozent erreichen. Mittelfristig soll die neue Vertriebsstruktur die Vertriebsaufwendungen spürbar reduzieren und zusätzliche Wachstumspotenziale erschließen. Hierdurch soll die EBIT-Marge mittelfristig mindestens zehn Prozent erreichen.
Dividendenkürzung
Aber eine Nachricht sorgt schon für etwas Verwirrung. Zur Finanzierung des Rückkaufs von Genussscheinen sowie zur Erhöhung der Eigenkapitalquote will Drägerwerk die Dividende um jeweils einen Euro auf 19 Cent für Vorzugsaktien beziehungsweise 13 Cent für Stammaktien reduzieren. Anleger lassen sich dadurch aber nicht die gute Stimmung verderben. Die Aktie legt kurz nach Handelsstart zu.

Nicht zu bremsen
Die Drägerwerk-Aktie präsentiert sich derzeit sehr stark. Seit Jahresbeginn legte das Papier bereits um 20 Prozent zu. Aus charttechnischer Sicht ist zunächst ein Anstieg bis auf das alte Zwischenhoch von 82,50 Euro zu erwarten. Ein Überwinden dieser Marke, macht den Weg bis zum Allzeithoch frei.
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