Douglas vor Thalia-Verkauf

Der Handelskonzern Douglas möchte offenbar sein Problemkind Thalia verkaufen. Derzeit laufen erste Gespräche mit Investoren, berichten informierte Kreise.
Medienberichten zufolge steht die schwächelnde Buchsparte von Douglas vor dem Verkauf. Erste Gespräche mit einem US-Investor sollen bereits laufen. Die Analysten der Commerzbank zeigen sich indes wenig begeistert.
Douglas erwägt Verkauf des Buchhandels
Der Handelskonzern Douglas prüft laut manager magazin derzeit den Verkauf seiner Buchhandelstochter Thalia. Das Unternehmen würde sich nach Angaben des Magazins aktuell in Sondierungsgesprächen mit möglichen Investoren befinden. Zu diesem Kreis zählt auch die US-Beteiligungsgesellschaft Najafi. Die Amerikaner haben zuvor bereits die Buchclubs des Bertelsmann-Konzerns in den USA und Frankreich übernommen. Thalia leidet vor allem unter dem steigenden Online-Handel und musste zuletzt sinkende Gewinne ausweisen.

Commerzbank sagt „Verkaufen"
Wenig Positives kann die Commerzbank der Douglas-Aktie abgewinnen. Analyst Jürgen Elfers bewertet das Papier mit "Reduce" und einem Kursziel von 30,20 Euro. Der zum Großaktionär aufgestiegene Drogeriekettenbesitzer Erwin Müller könnte demzufolge eine kritische Rolle einnehmen, weshalb ein öffentlich geführter Disput mit Vorstandschef Henning Kreke zu befürchten sei. Dies könne die Stimmung der Investoren beeinträchtigen. Immerhin verfügt Douglas über die finanziellen Mittel, eine drastische Umstrukturierung beim Buchhändler Thalia umzusetzen.
DER AKTIONÄR rät Anlegern vor dem Hintergrund der eingeschränkten Wachstumsaussichten von einem Engagement ab.
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