Alfred Maydorn
Das Ergebnis des neuesten Photovoltaik-Branchenreports ist eindeutig: Die drei größten Modulhersteller im zweiten Quartal kommen mit Suntech Power, Yingli Green Energy und Trina Solar allesamt aus China. Sie konnten ihre Marktanteile sogar noch ausweiten.
Die Konsolidierung in der Solarbranche geht weiter. Die drei führenden Solarfirmen haben den schwierigen Marktbedingungen getrotzt und im zweiten Quartal ihre Absätze um rund 20 Prozent gesteigert. Suntech Power ist bereits das fünfte Quartal in Folge der größte Modulverkäufer der Welt.
Die Konsolidierung läuft
Yingli Green Energy hat sich mit einem überdurchschnittlichen Zuwachs von 36 Prozent vor Trina Solar den zweiten Platz gesichert. First Solar aus den USA belegt nur noch den vierten Platz. Mittlerweile entfällt mehr als die Hälfte des Weltmarktes auf die zehn größten Modul-Produzenten. Die meisten von ihnen steigerten ihre Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorquartal.
Mehr Umsatz, mehr Verlust
Der rasche Ausbau der Produktionskapazitäten fiel allerdings mit einem kräftigen Preisverfall bei Modulen zusammen, sodass auch die Margen der führenden Solarfirmen kräftig zusammengeschmolzen sind. So hat Marktführer Suntech Power im zweiten Quartal 2011 seine Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um 33 Prozent auf 831 Millionen Dollar gesteigert, gleichzeitig schnellte aber auch der Verlust auf 259,5 Millionen Dollar in die Höhe.
Die Aktie des weltgrößten Solarmodulherstellers hat sich seit Februar 2011 im Kurs halbiert. Seit dem All-Zeit-Hoch Ende 2007 summieren sich die Verluste auf über 90 Prozent. Auch die Aktien von Yingli Green Energy und Trina Solar mussten herbe Abschläge hinnehmen.
Preise weiter unter Druck
Zwar gehen die Marktforscher von IMS Research davon aus, dass die Absätze in der zweiten Jahreshälfte weiter zulegen werden, durch die vorhandenen Überkapazitäten dürfte der Margen- und Preisdruck aber weiterhin bestehen bleiben. Alles andere als rosige Aussichten für die Branche.