Die nächste Revolution
Mit neuem Geschäftsmodell zu neuen Höhen? Software-Small-Cap will den Markt revolutionieren.
Mit neuem Geschäftsmodell zu neuen Höhen? Software-Small-Cap will den Markt revolutionieren.
Update Software richtet sich strategisch neu aus. Der CRM-Spezialist will sich künftig auf Mietsoftware konzentrieren. Ein revolutionärer aber vor allem fantasieträchtiger Schritt für den österreichischen Small Cap.
Update Software hat sich von den Beatles inspirieren lassen. Gemäß deren Song "Revolution" plant der Spezialist für Customer-Relationship-Management-Software eine ebensolche. Die Wiener wollen sich zum Anbieter von Software-on-Demand wandeln.
Wachstumsmarkt im Visier
Der neue Service heißt sinngemäß update.revolution. Der Kunde kauft also nicht mehr wie üblich Softwarelizenzen bei Update, sondern bezahlt nur noch deren Nutzung. Ein Modell, mit dem etwa die US-Firma Salesforce.com bereits erfolgreich ist. Im Gegensatz zum klassischen Markt für IT und Software steckt der von Update angepeilte Markt für Software-as-a-Service (SaaS) noch in den Kinderschuhen. Der SaaS-Markt wird laut dem Marktforschungshaus Gartner in den nächsten Jahren mit 20 Prozent jährlich wachsen. Das Volumen soll in dieser Zeit von 9,6 Milliarden Dollar im Jahr 2009 auf 16 Milliarden Dollar im Jahr 2013 klettern.
2011: 20 Prozent Umsatzplus
Gleichzeitig mit dem Strategiewechsel legte Update auch die Zahlen für das Gesamtjahr 2009 vor, die nach einem schwachen ersten Halbjahr ein Abbild der weltweiten Krise sind. Das laufende Jahr soll umsatzseitig auf dem Niveau von 2009, also im Bereich von 31,34 Millionen Euro liegen. Auch bedingt dadurch, dass der Wandel zum SaaS-Anbieter im laufenden Jahr komplett umgesetzt werden soll, erwartet Update "nur" ein ausgeglichenes operatives Ergebnis. "Im Jahr 2011 erwarten wir ein Umsatzwachstum von 20 Prozent", so Finanzchefin Monika Fiala im Gespräch mit dem AKTIONÄR. Die EBIT-Marge dürfte im mittleren bis oberen einstelligen Bereich liegen. 2012 hält Fiala die Rückkehr zu zweistelligen EBIT-Margen für möglich.
Bezogen auf 2011 ist damit ein Umsatz von 37,5 Millionen Euro und ein Gewinn je Aktie von 0,16 Euro möglich. Beim aktuellen Kurs würde dies einem KGV von 14 entsprechen. Günstig, wenn man die Nettoliquidität von rund zehn Millionen Euro und die Fantasie durch die neue Strategie in Betracht zieht. Zumal Branchenprimus Salesforce.com zeigt, welche Bewertungen möglich sind: Bei 1,2 Milliarden Euro Umsatz kommt das US-Unternehmen auf einen Börsenwert von 5,7 Milliarden. Das 2011er-KGV liegt zudem bei stattlichen 56.
Für Langfristanleger
2010 wird das Wachstum bei Update Software durch den Strategiewechsel leiden. Langfristig liegt die Chance jedoch in höheren Margen und einer Verstetigung der Umsatzentwicklung. Die Aktie ist für Langfristanleger ein Kauf. Der Stopp sollte bei 1,70 Euro platziert werden.
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